Woher kommt der Ortsname „Bülten“?
Peine Tagtäglich begegnen wir Ortsnamen. Manche bleiben hängen, weil sie ungewöhnlich klingen. Und der eigene Ort – der ist ohnehin mehr als ein Name.
Tagtäglich begegnen wir Ortsnamen. Einige vergessen wir schnell wieder. Manche bleiben hängen, weil sie ungewöhnlich klingen. Und der eigene Ort – der ist ohnehin mehr als ein Name. Aber was wirklich dahinter steckt, wissen wir oft nicht. Im heutigen Teil unserer Serie beschäftigt sich die Sprachwissenschaftlerin Dr. Kirstin Casemir mit Bülten im Kreis Peine.
„Bülten verlor seinen unterscheidenden Zusatz Klein erst 1966, während Groß Bülten seinen bis heute behielt. In der historischen Überlieferung werden beide seit dem 14. Jahrhundert unterschieden, wobei neben Größenbezeichnungen auch Himmelsrichtungen benutzt wurden und Bülten als Nordbultem sowie Groß Bülten als Sudbultum erscheint. Mit Bültum im Kreis Hildesheim liegt eine genaue Namenentsprechung in relativer Nähe vor. Alle drei Namen sind -hêm-Namen (niederdeutsch für Heim, d.h. „Siedlung“). Vorne steht ein typisch niederdeutsches Wort Bult, Bült, das eine (kleine) Erhebung, Anhöhe meint. Es kommt vor allem in Westfalen und teils noch den Niederlanden vor und ist in Niedersachsen etwas weniger häufig. Speziell bei Groß Bülten ist die Anhöhenlage zu erkennen. Beide Orte sind demnach „auf einer Anhöhe gelegene Siedlungen“.



