Sternsinger segnen 500 Haushalte und sammeln für Tansania
Vechelde Kinder in Gewändern der Heiligen Drei Könige Balthasar, Caspar und Melchior bringen zurzeit den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen.
Zugleich wird in diesem Jahr um Spenden für die Kinder in einem Krankenhaus in Tansania gebeten. Unserer Zeitung begleitete zum Start in Vechelde eine Gruppe Sternsinger der katholischen Gemeinde St. Gereon.
Angeführt werden die insgesamt sieben Gruppen jeweils von einem Sternträger, so dass 28 Kinder und Jugendliche noch bis zum 6. Januar von Haus zu Haus gehen und die Botschaft überbringen: „Wir bitten dich, segne dieses Haus und alle die gehen ein und aus. Verleihe Ihnen zu dieser Zeit Frohsinn, Frieden und Einigkeit.“ Über den Türrahmen wird dabei auf Wunsch mit Kreide der Segenswunsch notiert. Insgesamt werden 500 Haushalte besucht.
Auch für viele Kinder in den Not- und Krisenregionen dieser Welt wird der Einsatz der Sternsinger zum Segen. Jährlich können mit Spenden aus der Aktion mehr als 2200 Projekte für notleidende Kinder in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.
Die Sternsinger wollen deutlich machen, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt geachtet und unterstützt werden müssen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte. Vor allem müssen auch Gesundheitsversorgung und Bildungsmöglichkeiten selbstverständlich sein.
Mit Stern und Sammelbüchse sind also die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde für Kinder in Not unterwegs. „Wir besuchen Geschäfte, Kindergärten, Rathäuser, Dörfer rund um Vechelde und Familien im Kernort Vechelde“, erklärt Organisatorin Maria Wissing, die mit den Sternsingern dreimal geprobt hat, ehe es von Tür zu Tür geht. Dabei liege eine Liste von Bürgern vor, die den Segen erhalten möchten. „Die laufen wir ab und am 12. Januar gibt es einen sogenannten Einholungsgottesdienst, in dem die Spendensumme bekanntgegeben wird“, sagt Wissing, die den Einsatz der Kinder und Jugendlichen lobt. Die Protagonisten selbst machen ihren „Job“ gern. „Alle freuen sich, wenn wir kommen. Es ist einfach toll, in die strahlenden Gesichter mit den leuchtenden Augen zu schauen. Wir wollen den Kindern helfen, damit es ihnen besser geht“, sagen sie einhellig.
Familie Schwarzer beteiligt sich nach eigenen Angaben jedes Jahr an der Aktion. „Bei all unserem Überfluss in der westlichen Welt ist es gut mit Spenden auch an die anderen Menschen zu denken, die viel Leid erleben müssen“, erklärt Jochen Schwarzer.


