So sah der Weltuntergang in Bodenstedt aus
Bodenstedt Am 21.12 2012 sollte es so weit sein: Das Volk der Maya hatte das Ende der Welt prophezeit. Die Bodenstedter veranstalteten deswegen noch eine Party.
Nun, so ganz stimmt das natürlich nicht. Denn eigentlich beginnt der uralte Maya-Kalender einfach wieder von vorne. Doch die Junggesellschaft Bodenstedt wollte sich auf keinen Fall den Weltuntergang nehmen lassen und veranstaltete auf dem Festplatz am Sportgelände eine große Open-Air-Weltuntergangsparty.
Der Einladung folgten rund 200 Leute, die ausgelassen feierten. Mit einem heißen Glühwein war man dann auch gut gegen die Kälte und den einsetzenden leichten Schneefall bestens gewappnet.
„Wir wollten das Jubiläumsjahr (60) noch einmal gebührend verabschieden“, sagte der ehemalige vieljährige Vorsitzende Christoph Lauenstein, der seit zwölf Jahren der Junggesellschaft angehört. Für den Vorstand sei das einmal mehr ein Grund gewesen, die Bürger zu aktivieren, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und ins Gespräch zu kommen. Publik gemacht wurde die Party auch über Facebook und mit Plakatwerbung.
Mit bestem Blick auf das Firmament heizte DJ Otti mit fetziger Musik mächtig ein und ließ die beißende Kälte vergessen. Denjenigen, die den widrigen Wetterverhältnissen trotzten, gefiel es. „Das ist eine tolle Idee der Junggesellschaft. Man kann nach den Weihnachtseinkäufen noch einmal den Stress vergessen und in toller Atmosphäre ein paar nette Stunden verleben. Da kann man auch mal den Weltuntergang feiern“, sagte Gabi Bottke lächelnd und lobte das Engagement der Mitglieder der Junggesellschaft. Immer wieder brächten sie sich in das Dorfleben ein und belebten das Geschehen.
Eine gelungene Idee sei zudem die Lichterkette im Ort, die sie über die Straße gespannt haben, um Bodenstedt einen Lichterglanz zu geben.
Auch Renate Braun fand lobende Worte. „Was die auf die Beine stellen, ist schon enorm. Davor kann man nur den Hut ziehen. Die Veranstaltungen der Junggesellschaft sind bereits Selbstläufer. Die Bürger nehmen die Aktionen gern wahr.“
Als total schön bezeichnete Stephan Kittler die Party. Er war extra aus Wedtlenstedt gekommen, um sich bei netten Gesprächen auf Weihnachten zu freuen. „Es ist zwar ungewöhnlich, dass man zu dieser Jahreszeit eine Open-Air-Veranstaltung aufziehe, aber gerade das mache den Reiz aus. Genug Glühwein sei jedenfalls da, damit niemand frieren müsse.



