„Das Tor neben dem Bahnhof – das passt einfach“
Vechelde Die Pfeiler und das „Dach“ oben drüber V-förmig angelegt: So soll das Tor auf der Rasenfläche zwischen Vechelder Bahnhof und PKW-Tunnel aussehen.
.„Ich stehe voll zu diesem Tor“, hebt Horst Hartmann, Ortsbürgermeister in Vechelde/Vechelade, hervor – und weist noch mal darauf hin: Mit Bürgermeister Hartmut Marotz sei er ja bekanntlich nicht immer einer Meinung – in diesem Fall aber schon. Der Rathauschef ist es gewesen, der mit seiner Idee von einem Torbogen auf dieser Freifläche am Bahnhof an die Öffentlichkeit gegangen ist (wir berichteten).
Hartmann sieht das Bauwerk als „Tor zur Gemeinde Vechelde“; das gelte insbesondere für die vielen Zugbenutzer, die (als Pendler) den Vechelder Bahnhof nutzen. „Die frühere Bundesstraße 1 war die ehemals längste Straße in Deutschland“, erinnert Hartmann. „Ungefähr in der Mitte der Straße würde der Torbogen stehen: Das passt einfach.“ Das Gemeindewappen (identisch mit dem Vechelder Ortschaftswappen) und die anderen 16 Ortschaftswappen werden nicht auf dem Boden am Torbogen, sondern am Tor selbst angebracht.
Der Ortsrat Vechelde/Vechelade und der Verwaltungsausschuss (VA) haben das abgebildete Modell des Tors aus Beton bereits abgesegnet, über das Gestaltungskonzept rund um dieses Objekt mit Sitzgelegenheit und Bepflanzung muss die Politik hingegen noch beraten.
Mit 16 000 Euro gibt Hartmann die Kosten für das kleine Kunstwerk an: eine Summe, die nach einhelliger Auffassung der Politik nicht aus der Gemeindekasse, sondern durch Sponsoren gezahlt werden soll. Hartmann schloss aber nicht aus, dass sich der Ortsrat mit eigenen Mitteln am Projekt – etwa an der Grünflächengestaltung – beteilige.
Bereits am 1. März 2014 – also 40 Jahre nach der Gebietsreform und damit nach der Bildung der heutigen Gemeinde Vechelde – will Marotz das Tor nach Möglichkeit offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Spätestens zum „Tag der Braunschweigischen Landschaft“ am 27. Juli 2014 in Vechelde soll das Tor aber in jedem Fall stehen. Denn die Gemeinde will bei den Besuchern ausdrücklich dafür werben, mit der Bahn anzureisen. Dann wäre der Torbogen ein schöner Willkommensgruß, ist Hartmann überzeugt.

