Umfrage: Was sind Ihre Menschen des Jahres 2012?
Peine Peiner ziehen Bilanz: Was bleibt von 2012? Lesen Sie auch über schönste Momente, Filme, Bücher oder die größten Ärgernisse des Jahres.
Die Welt ist nicht untergegangen, in ein paar Tagen beginnt das neue Jahr. Aber was bleibt vom Jahr 2012? Wer ist der Held des Jahres? Wer großer Verlierer? Einige Peiner ziehen Bilanz.
Held des Jahres: Es gibt für mich nicht den Helden, sondern die vielen unzähligen Helden und Heldinnen, die sich oftmals im Verborgenen, mit hoher Motivation und nicht selten unter Einsatz ihres Lebens für ihre Mitmenschen einsetzen, um Gefahren abzuwenden. Die bereit sind, bei Wind und Wetter ihre Dienstleistung zum Wohle unserer Gesellschaft zu erbringen, Tag und Nacht in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen.
Verlierer des Jahres: Sind – wie in den Vorjahren auch – viele Kinder, weil sie nach wie in Armut leben müssen und daher immer auf Spenden angewiesen sind. Wir reden über Chancengleichheit und sind immer noch weit von ihr entfernt. Kinder sind unsere Zukunft, dieses sollte man sich immer vergegenwärtigen.
Schönster Moment des Jahres: Ich wäre sehr traurig, gäbe es nur einen schönsten. Es sind die vielen, vielen kleinen Momente oder Ereignisse, die in der Summe auf ein großes, schönes erlebnisreiches Jahr zurückblicken lassen.
Größtes Ärgernis des Jahres: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Gewaltbereitschaft und Werteverfall nimmt stetig zu. Leider scheint sich dieser Trend nicht aufhalten zu lassen.
Musik des Jahres: Andreas Gabaliers, ein Volks-Rock ’n Roller, mit seinem Lied: „i sing a liad für di“, für mich ein Senkrechtstarter in diesem Jahr.
Film des Jahres: „Ziemlich beste Freunde“, ein Film von Eric Toledano, nach einer wahren Begebenheit, machte mich zunächst sehr betroffen, zeigte aber auch auf, dass selbst zwei so unterschiedliche Menschen (unter ausreichenden finanziellen Ressourcen) gemeinsam ein außergewöhnliches Leben durchaus positiv gestalten können.
Buch des Jahres: Aus der Perspektive Jugendlicher mit psychisch kranken Elternteilen geschriebene Bücher „Arm sind die anderen“ von Pete Smith und „Das Gegenteil von fröhlich“ von Katrin Stehle gestatten Blicke hinter die Fassade in das Leben junger Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Unzureichend gewürdigt: Das Engagement von Menschen – groß und klein – das diskret stattfindet. Ihnen begegnet häufig ein Defizit an sozialen Kompetenzen, das nicht einmal ein „Dankeschön“ beinhaltet, und sie lassen sich dennoch nicht entmutigen und setzen ihre Arbeit motiviert fort – großartig!
Held des Jahres: Die 37-jährige Kindergärtnerin, die ihr Leben riskiert hat, um einen dreijährigen Jungen aus einem 25 Meter tiefen, ehemaligen Bergwerkschacht zu retten.
Verlierer des Jahres: der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff.
Schönster Moment des Jahres: Mein Zieleinlauf beim Ironman in Roth.
Größtes Ärgernis: Verschwendung von Steuergeldern am Beispiel des Flughafens Berlin-Brandenburg.
Musik des Jahres: „Not all about the money“ von Timbaland. Für mich ein Motivationslied beim Sport, bei dem ich gute Laune bekomme.
Film des Jahres: „Ziemlich beste Freunde“. Ein Film, der einer wahren Begebenheit entspricht, und zum Nachdenken anregt, ob man immer die richtigen Ziele im Leben verfolgt.
Buch des Jahres: „Motivation Kompakt“ von Andreas Niedrig.
Unzureichend gewürdigt: Menschen, die ihre Zeit für gemeinnützige Aktivitäten, wie zum Beispiel Freiwillige Feuerwehr, investieren und damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.
Held des Jahres: alle, die anderen Menschen geholfen haben – egal auf welche Weise.
Verlierer des Jahres: meiner Meinung nach gibt es immer nur Gewinner, denn jeder macht irgendetwas Gutes.
Schönster Moment: Die Seminarfahrt nach London mit den Liebsten.
Größtes Ärgernis: dass das Schuljahr – mit Turboabi – so kurz ist.
Musik des Jahres: Chima - Risiko; ich könnte es immer wieder hören.
Film des Jahres: The Hunger Games; ebenso wie die Bücher einfach gut – mitreißend und packend.
Buch des Jahres: Gebannt von Jessica Shirvington; der dritte Band dieser Reihe erschien im August und hat mich so mitgerissen wie die beiden Bücher davor.
Held des Jahres: Sie sind zahlreich und alle unter uns. Alle, die sich etwas vorgenommen haben und dieses Ziel erreicht haben: Von Felix Baumgartner über die Teilnehmer der Paralympics bis hin zur Mutter, die sich täglich um die Sicherstellung der Kinderbetreuung kümmern muss.
Verlierer des Jahres: Christian Wulff und Felix Magath. Beide wollten Großes leisten und sind dabei an den eigenen Ansprüchen gescheitert. Sie sind aber keine Verlierer, sondern nur gescheitert.
Schönster Moment: Ist mit großem Abstand der Urlaub mit meiner Frau gewesen. Auf der Donau der Strömung folgend.
Größtes Ärgernis: Sind für mich die zahlreichen Geschäftsführer und Eigentümer, die mit falschen Entscheidungen ihre Firmen in die Insolvenz schicken und dabei zahlreiche Mitarbeiter und ihre Familien in den Ruin treiben. Selbst haben sie aber ihre Schäfchen ins Trockene gebracht.
Musik des Jahres: Dass sich nach fünf Jahren Abstinenz wieder die Gruppe Seed aus Berlin zusammengetan hat und wieder gute groovige Musik spielt. Die neue CD „Seed“ setzt wieder einmal Akzente.
Film des Jahres: Skyfall. Ein klassischer James Bond, der mit vielen Bildern statt überwältigenden Explosionen überzeugt.
Bücher des Jahres: Die Carl Møerk Serie von Jussi Adler Olsen. Natürlich auch die Fortsetzung von „Wir arbeiten (immer noch) in einem Irrenhaus“ von Martin Wehrle und vielen aktiven Lesern.
Unzureichend gewürdigt Sind die Leistungen meiner Kollegen aus dem Klinikum Peine, die an 365 – und manchmal auch 366 Tagen – im Jahr rund um die Uhr ihren Aufgaben nachkommen und das unter Bedingungen, die permanent schlechter werden. Es geht leider nur um Kosten und nicht um Menschen.
Held des Jahres: eine liebe Kollegin, die auch in jeder privaten Notsituation immer für mich da war.
Verlierer des Jahres: alle, die das Leben nicht gelebt haben.
Schönster Moment: Es gab viele schöne Momente; am schönsten sind die, wenn man von Menschen etwas von Herzen zurück bekommt.
Größtes Ärgernis: wenn man für unverschuldete Dinge oder Situationen bestraft wird.
Musik des Jahres: Guns’n Roses und Bon Jovi, immer wieder und live unschlagbar...
Film des Jahres: „Die Vermessung der Welt“ in 3D; spektakulär, weil man glaubt, tatsächlich in die Zeit zurückzureisen. Ein bisschen wie ein Museum, das zum Leben erwacht ist.
Unzureichend gewürdigt : werden Menschen, die sich oft aufopferungsvoll um andere kümmern, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.



