Stadt Peine kauft die Hertie-Brache für 1,2 Millionen Euro
Peine Die Stadt Peine hat für rund 1,2 Millionen Euro etwa 98 Prozent der Hertie-Brache in der Peiner Innenstadt gekauft.
Die Übernahme von 98 Prozent der Hertie-Brache durch die Stadt für rund 1,2 Millionen Euro ließ Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) zu großen Worten greifen: „Die Stadt hat das Herz der Stadt wieder zurückerobert.“ Die Stadt habe damit die Entwicklung des Areals wieder selbst in der Hand, betonte Kessler. Ulrike Laudien, Amtsleiterin Wirtschaftsförderung bei der Stadt, erklärte, die Kaufsumme werde aus noch vorhandenen Rückstellungen für Grunderwerb aus diesem Jahr finanziert.
„Der Besitz geht erst am 1. März auf die Stadt über“, sagte Kessler. Er gehe aber davon aus, dass die Stadt bereits vorher Ordnung auf dem Gelände schaffen könne. Er habe die Abteilung Stadtplanung beauftragt, im ersten Quartal 2013 die Ausschreibung eines Investoren-Wettbewerbs auf Grundlage des Innenstadtkonzeptes vorzubereiten.
Der Wettbewerb solle nach der Besitzübernahme im März veröffentlicht werden und eine Laufzeit von vier bis sechs Monaten haben, sagte Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey. Er solle das komplette Areal einbeziehen. Bei den verbliebenen Miteigentümern handele es sich um Peiner, mit denen die Stadt in der Vergangenheit gut kooperiert habe. Das Innenstadtkonzept lasse für das Areal eine große Bandbreite an Möglichkeiten zu: „Das Spektrum reicht von Einzelhandelsnutzung bis hin zu Konzepten mit stärkerem Wohn- oder Dienstleistungsanteil.“
Kessler sagte weiter, parallel zum Wettbewerb werde die Stadt für die Brache die Ausweisung als Sanierungsgebiet vorbereiten und einen Antrag auf Städtebauförderungsmittel bei Bund und Land stellen.
Vorausgegangen seien monatelange schwierige Verhandlungen mit dem deutschen Insolvenzverwalter des niederländischen Immobilienfonds HIDD über dessen 51-Prozent-Anteil am Hertie-Gelände, die gestern mit dessen Unterschrift unter den Kaufvertrag beendet wurden.
Im Spätsommer habe sich die Stadt mit dem Erwerber des Hertie-Anteils des insolventen amerikanischen Finanzdienstleisters Heddon (43 Prozent der Fläche) geeinigt. Über diesen Kauf sei zunächst Geheimhaltung vereinbart gewesen. Bereits bekanntgeworden waren kleinere städtische Zukäufe auf dem Areal von weiteren Miteigentümern.
Vertreter aller im Rat der Stadt Peine vertretenen Fraktionen begrüßten die Entwicklung. Lokales 7

