Senioren: „Der Rollatorweg ist eine große Erleichterung“
Peine Weil das unebene Pflaster am Seniorenzentrum ein ständiges Hindernis für Gehhilfen war, hat die Stadt baulich mit einem Rollatorweg nachgebessert.
Zwischen dem Spitta-Seniorenzentrum und der Fußgängerzone wurden Teile des Natursteinpflasters durch Sandsteinplatten ersetzt. Gestern wurde der neue Rollatorweg offiziell von Bürgermeister Michael Kessler, Tiefbauamtsleiter Rolf Ilsmann und Pastor Markus Lenz eröffnet. Kostenpunkt: rund 25 000 Euro.
Für die Bewohner des Seniorenheims ist die Investition jeden Cent wert. „Wir selber haben den Bau angeregt“, betont Markus Lenz, Leiter des Philipp-Spitta-Seniorenzentrums. „Beim Weg in die Innenstadt wurde man vorher ganz schön durchgeschüttelt.“
Das bestätigt auch Walter Lübke, der mit seinem Rollator schon einige Runden auf dem neuen Weg gedreht hat: „Vorher habe ich große Umwege gemacht, um das Pflaster zu umgehen.“ Den kürzesten Weg in die Fußgängerzone sei er vorher nie gegangen, so der Rentner.
Zufrieden schiebt auch Tatjana Lübke ihre Gehhilfe über den etwa 1,20 Meter breiten Weg. „Das hatte ich lange vermisst. Auf dem alten Pflaster konnte ich trotz Gehilfe gar nicht mehr laufen“, bedauert die Rentnerin. Die Unebenheiten hätten ihr Schmerzen in den Handgelenken bereitet, erzählt sie. Damit ist nun Schluss. Die „Holpersteine“ wurden durch rötliche Sandsteinplatten ersetzt. Statt kleinformatiger Steine sorgen große Flächen für die nötige Stabilität. „Der Rollatorweg ist eine große Erleichterung“, freut sich Marie-Luise Piepenbrink und fährt gleich weiter.
Eine Sache trübt dann aber doch die Freude: „Teilweise parken Autos auf dem neuen Weg. Damit behindern sie die körperlich eingeschränkten Bürger erheblich“, ärgert sich Markus Lenz. Er schiebt in solchen Fällen ein Hinweisblatt auf den Rollatorweg unter den Scheibenwischer.
