Musikalisch besinnlicher Spätgottesdienst in Stederdorf
Stederdorf 180 Besucher erlebten Gottesdienst mit Musik Heiligabend in Stederdorf. Tradition in der St. Petrus-Kirche.
Der musikalisch besinnliche Spätgottesdienst am Heiligabend um 23 Uhr in der Stederdorfer St.-Petrus-Kirche wurde auch in diesem Jahr für 180 Besucher wieder ein unvergessliches Erlebnis. Wie mit der Triosonate G-Dur von Jean-Baptiste Loeillet zum Eingang beeindruckten die Solisten Christiane Hussy (Traversflöte), Lars Miehe (Blockflöte), Max Rother (Violoncello) und Hanno Diederichs (Cembalo, Klavier, Orgel) über den gesamten Verlauf des nächtlichen Festgottesdienstes. Ebenso souverän zeigten sich Ingrid Struck (Sopran) und Günter Werner (Bariton) mit warmen und klaren Stimmen bei weihnachtlichen Liedern wie „Brich an, du schönes Morgenlicht“ von Johann Schop oder „Liebes Herz, bedenke doch“ von Bach/Schemelli.
Spieltechnisch eindrucksvoll und mit Tiefe interpretierten die Musiker Hussy, Miehe, Rother und Diederichs die behutsam aufeinander abgestimmten Instrumentalwerke von Bach, Heinrich Fidelis Müller und John Stanley. Besonders schön ein Siciliano von Bach für Traversflöte und Cembalo.
„Die Liebe, die Gott uns in dieser Nacht beweist, ist leibhaftig zu spüren.“ Mit diesem Gefühl fasste Pastor Ortwin Brand die erwartungsvolle Atmosphäre zusammen, die den Kirchenraum erfüllte. „Wir können zwar nicht in die heile Welt unserer Kindertage zurück. Doch Staunen wie Kinder, das ist möglich. Das heilige Kind weckt die Sehnsucht nach Gottes Trost.“
Alle Solisten ließen gemeinsam, verstärkt durch Ingrid Urbschat (Sopran) und Wolfgang Urbschat (Tenor), diesen besonderen Festgottesdienst um Mitternacht mit dem Stück „Heiligste Nacht“ für Singstimmen von Johann Michael Haydn eindrucksvoll ausklingen.

