Maximilian Buchberger – ein Abschied mit leisen Tönen
Peine Zur Abschiedsvorstellung wurde das Silvesterkonzert in der katholischen Kirche in Peine: Maximilian Buchberger verlässt seine Heimatstadt Peine.
Künftig wird er in der Nähe von Köln tätig sein. Am Silvesterabend demonstrierte der 29-Jährige nochmals die breite Palette seines Könnens. Buchberger verabschiedete sich nicht mit Donnerhall – obwohl das Instrument des britischen Orgelbauers Albert Keates mit seinen 32 Registern in der voll besetzten Pfarrkirche dazu eingeladen hätte. Nein, er verabschiedete sich bescheiden und mit Demut.
Statt einer Abschiedsrede ließ Buchberger die Tasten sprechen: Dabei hatte er sein Programm dramaturgisch so gut zusammengestellt, dass es mit einem Stück endete, das für einen Silvesterabend angemessen war. Buchberger spielte die „Festival Toccata“, die der Amerikaner Percy Eastman Fletcher (1879 bis 1932) für eine „Kaufhaus-Orgel“ geschrieben hat. Das Stück mit hüpfenden Akkorden ist plakativ und süffig, zum heiteren Jahresausklang passend.
Eröffnet wurde das Konzert mit der „Toccata in d-Moll“ von Johann Sebastian Bach. Buchberger ließ hier die Bass-Stimmen der Orgel – dem Werk entsprechend – gewaltige Synkopen setzen.
Mit einer Toccata von Max Reger, ebenfalls in d-Moll, hatte der Organist ein weiteres bekanntes Stück in seinem Programm. Hier bewältigte er die schnellen Tastenläufe perfekt. Und manche Fermate ließ er majestätisch stehen.
Außerdem spielte Buchberger die Suite über den Choral „Wachet auf“. Geschrieben hat sie der Münchner Kantor und Komponist Franz Lehrndorfer (geboren 1928), der einer seiner Lehrmeister war, sowie ein weihnachtliches Stück von Theodore Dubois (1837 bis 1924) und eine Toccata über den Choral „Ich steh an deiner Krippen hier“. Die hat Buchberger geschrieben, denn komponieren kann er auch.
Christoph Plett, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, und Dirk Iwasinski, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats „Zu den heiligen Engeln“, würdigten Buchbergers Wirken, das „von außerordentlichem Engagement und hoher Kompetenz“ geprägt gewesen sei. Seit 2002 war er unter anderem Organist und Chorleiter sowohl an der katholischen Pfarrkirche als auch an der evangelischen Lutherkirche.
Das Publikum verabschiedete den 29-Jährigen mit stehendem Beifall: Maximilian Buchberger dankte mit einer Zugabe. Seine Nachfolge trat am 1. Januar Mark Ossadnik an.
