Mein Geheimtipp in den USA? Supermärkte!
Helmstedt Auch die Mitglieder der tagster-Redaktion sind zum großen Teil auf Reisen... Was sie erleben, schildern einige per Mail…
„Herzliche Grüße aus Florida! Das Wetter hier ist traumhaft. Jedenfalls, wenn man auf atemberaubend schwüle Hitze steht. Ist aber alles halb so schlimm, wenn man einen 15-Dollar-Ventilator hat, der einem die Zeit in den Warteschlangen in Disney verkürzt.
Habe ich nicht. Dafür haben sie hier aber einen Trick. Führt die langen Warteschleifen einfach in ein Labyrinth aus Kurven – und die Leute merken nicht, wie lange sie eigentlich warten. Denken sie. Funktioniert auch. Und außerdem hat man während der langen Wartezeiten unendlich viele Möglichkeiten, in der Gegend herumzugucken und zu sehen, wie wunderschön detailreich Disney ist. Eine alte Kiste hier, eine Mickey-Maus da. Magic-Kingdom ist atemberaubend schön (genauso atemberaubend wie die Preise der Restaurants dort übrigens), die Hollywood-Studios echt cool und Typhon-Lagoon naja, … nass.
Im Epcot-Center habe ich so einige interessante Dinge gelernt: Toblerone scheint entgegen meines Wissens – und auch dem aller anderen Deutschen dort – doch nicht aus der Schweiz, sondern aus Deutschland zu kommen, und ich werde in diesem Park ganz sicher meine erste und letzte Expedition zum Mars unternommen haben (sagt mir mein Magengefühl so). Aber mein persönlicher Geheimtipp steht nach wie vor unerschütterlich fest: Supermärkte. Das mag vielleicht etwas komisch klingen, aber deutsche Supermärkte sind noch Supermärkte. Amerikanische Supermärkte sind kleine Einkaufszentren mit integriertem Baumarkt. Hier findet man alles – von Knoblauch-Bagels über Rasenmäher bis hin zu Braunschweiger Liverwurst. Es versteht sich von selbst, dass die im Einkaufswagen gelandet ist. Genauso wie die Knoblauch-Bagels, wobei das mehr ein Versehen war.
Versehentlich ist es uns hier in Orlando auch passiert, dass wir nach dem Essen schlappe zwei Stunden mit dem Auto, das übrigens ohne Schlüssel fährt und über Sensoren die Türen öffnet, weshalb wir erst mal zur Verleihstation gefahren sind, oh mein Gott, der Satz ist viel zu lang, zu viele Nebensätze, keine Sorge, ich fange nochmal von vorne an: Versehentlich ist es und hier in Orlando auch passiert, dass wir schlappe zwei Stunden mit dem Auto umhergeirrt sind. Dem Schilderwald in Deutschland stehen hier nämlich so gut wie gar keine Schilder entgegen. Eine nicht weniger große Umgewöhnung waren hier die Zustände in den Restaurants. Egal wo, Getränke lassen sich immer nachfüllen (sogar mit Ananas-Fanta) – umsonst (nach der ersten Bezahlung, versteht sich).
Mit dem Ende dieser Karte habe ich auch das Ende einer Warteschleife in Disney erreicht. Also…
liebe Grüße, Maike.
P.S.: Für alle, die nicht glauben können, dass das auf eine Postkarte passt: das tut es!“

