Smarte Busse für schlankes Stadtbus-Konzept
Helmstedt Drei kleinere KVG-Fahrzeuge werden jetzt für Helmstedts Stadtbus-Linien in Dienst gestellt.
Mit dem verschlankten Stadtbus-Konzept, das die Kraftverkehrsgesellschaft (KVG) mit Zustimmung des Rates im Oktober für Helmstedt eingeführt hat, werden ihre Fahrzeuge smarter.
Mit drei so genannten Midi-Bussen, die bei einer Länge von knapp elf Metern viel wendiger sind als die „normalen“ Busse, setzt das Unternehmen auf eine Fahrzeugtechnik, die nicht nur moderner, sondern aufgrund ihrer Kompaktheit auch sparsamer ist.
Die neue Flotte – ein vierter Bus soll nach einer Erprobungsphase im kommenden Jahr folgen – biete laut KVG-Sprecher Klaus Stuhlmann Fahrgästen immer noch genügend Platz für Fahrten auf den zwei Stadtlinien. Der Midi-Bus bietet 31 Sitz- und 45 Stehplätze.
„Gerade an Eltern mit Kinderwagen, an Rollstuhlfahrer oder auch ältere Menschen mit Rollatoren hat der Hersteller gedacht.“ Stuhlmann meint die Geräumigkeit im mittleren Fahrzeugteil, den Niederfluraufbau und die Möglichkeit, beim Ein- oder Ausstieg Rampen auszuklappen.
Innovativ sei auch die Feuerlöschanlage für Motor und Getriebe, drei Rückfahrkameras und ein Knopf im Führerstand, mit dem der Fahrer einen sehr lauten Warnton auslösen kann, falls er sich bedroht fühlt.
Zwar soll die neue Flotte gegenüber den Alt-Fahrzeugen wesentlich weniger Kraftstoff verbrauchen, ab wann sich die teure Investition rechnet, weiß aber selbst KGV-Geschäftsführer Axel Gierga nicht. „Unsere Busse werden ohnehin nach 12 bis 14 Jahren ausgetauscht.“ Allein ein Midi-Bus kostet 180 000 Euro.
Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert hofft, das Defizit, das im öffentlichen Personennahverkehr leider entstehe, mit sparsamer Technik und möglichst guter Auslastung zumindest reduzieren zu können. Der Fahrplan auf zwei Stadtlinien sei tagsüber stündlich getaktet und damit verlässlich.
