Schnelle Feuerwehr verhinderte Großbrand in Schöningen
Schöningen Dramatische Szenen spielten sich in der Silvesternacht bei Bränden in Schöningen und Velpke ab.
Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr in Schöningen kam es nicht zu einem Großbrand. Es war der reine Zufall, dass die Freiwillige Feuerwehr nur wenige Minuten nach dem Eingang des Notrufes am Einsatzort war. „Wir hatten uns mit einigen Kameraden im Gerätehaus getroffen, um auf das neue Jahr anzustoßen“, berichtet Gerald Kammann, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis. Um 0.30 Uhr wurde die Wehr alarmiert. Zunächst hieß es, ein Carport würde brennen. Doch als die Feuerwehr an dem Einfamilienhaus am Kannenstieg eintraf, brannte der Carport inklusive des darunter abgestellten VW-Busses lichterloh, und das Feuer hatte bereits auf das Dach des Wohnhauses übergegriffen.
Wegen des Feuers war den Rettungskräften der direkte Weg zum Wohnhaus versperrt, durch den Garten auf der anderen Seite des Gebäudes bahnten sich zwei Männer den Weg zum hinteren Teil des Hauses und löschten von dort aus das Feuer auf dem Dach. „Zwei Minuten später hätten wir das Haus sicherlich nicht mehr retten können“, schildert Kammann. So jedoch sei größerer Schaden verhindert worden. Auch auf den Nachbargrundstücken hatte das Feuer bereits Schaden angerichtet. So brannten Büsche und an einem Haus schmolzen ob der Hitze Plastik-Bauteile.
Ein Nachbar hatte das Feuer gegen 0.30 Uhr bemerkt. Der Mann rief zunächst die Feuerwehr, machte sich anschließend auf den Weg, klingelte bei den Nachbarn und informierte sie über den Brand. Die 44-jährige Besitzerin des Wohnhauses wurde nach Angaben der Polizei von einem Rauchmelder geweckt und brachte sich in Sicherheit.
Nach etwa einer halben Stunde war das Feuer gelöscht. Mit der Wärmebildkamera entdeckten die Feuerwehrleute anschließend noch ein Brandnest im Dach des Wohnhauses. „Ohne die Kamera hätten wir davon zunächst nichts bemerkt“, sagt Kammann. So aber hätte die entsprechende Stelle des Daches von der Drehleiter aus abgedeckt und das Glutnest gelöscht werden können. Im Einsatz waren die Wehren aus Schöningen, Esbeck und Hoiersdorf mit insgesamt etwa 50 Männern und Frauen. Die Brandursache ist bisher noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Den Schaden beziffern die Beamten mit etwa 50 000 Euro. Das Haus ist bewohnbar.
In Velpke wurde die Feuerwehr um 4.16 Uhr am Neujahrstag zu einem Wohnungsbrand an der Oebisfelder Straße gerufen. Dort war vermutlich eine leicht brennbare Flüssigkeit umgekippt und hatte das Feuer entfacht. Die Bewohner hatten sich noch durch den Flur ins Freie retten können. Sie erlitten leichte Rauchvergiftungen.
Als die Feuerwehr am Ort des Geschehens eintraf, musste ein Mann aus der Nachbarwohnung mit seinen beiden Katzen über eine Leiter aus dem ersten Stock in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer hatten die Retter nach Angaben von Rainer Marx, Pressesprecher der Velpker Wehr, schnell gelöscht.
Im Einsatz waren hier die Wehren aus Velpke, Meinkot, Wahrstedt, Grafhorst, Danndorf sowie Klein und Groß Twülpstedt mit insgesamt 73 Männern und Frauen. „Das Grundstück ist dicht bebaut, das Mehrfamilienhaus befindet sich hinter einer Autowerkstatt. Deshalb wurden vorsorglich mehrere Wehren alarmiert“, erklärt Marx.

