Mit Klassikern erfreute Bigband die Zuhörer
Jerxheim Mit klassischen Weihnachtsliedern sowie mit Blues und Soul sowie humorvollen Geschichten begeisterte die Bigband der Kreismusikschule Helmstedt.
Wenn die Bigband der Kreismusikschule Helmstedt unter der künstlerischen Leitung von Holger Lustermann in der Vorweihnachtszeit nach Jerxheim kommt, garantiert sie für zweierlei. Erstens für herausragende Bigbandmusik und zweitens für Schnee, wobei das Publikum am Freitagabend auf letztgenannten gern verzichtet hätte. Viele hatten sich früh auf den Weg gemacht und nahmen - froh der Rutschpartie auf den Straßen entkommen zu sein - in der weihnachtlich geschmückten evangelischen St.-Petri-Kirche Platz. Im Sinne der Weihnachtszeit und getreu dem Motto des Konzerts „Weihnachtliches zum Schmunzeln“ trugen die Musiker Weihnachtsmützen.
Und zum Schmunzeln gab es einiges. Zwischen den musikalischen Darbietungen wurden Geschichten vorgelesen, die den ganz normalen Wahnsinn der Weihnachtszeit thematisierten. In „Karriereknick beim Krippenspiel“ schien der elterliche Ehrgeiz kein Ende zu finden. In „Stille Nacht, heile Nacht“ gab es kein gütiges Ende in dem inoffiziellen Wettstreit um die hellste Weihnachtsbeleuchtung und in „Umtausch inkognito“, die von der jüngsten Vorleserin Lara Maushake charmant vorgetragen wurde, konnte zu guter Letzt das Fazit gezogen werden: Bitte keine weitere Vase unter dem Weihnachtsbaum.
Doch nun zum Hauptdarsteller des Abends, der Musik. Außer Weihnachtsklassikern wie „Have a cool Yule“, „White Christmas“, „Winter Wonderland“ oder „Let it snow“ hatten die Vollblutmusiker ihre Soul- und Bluesklassiker im Gepäck. Und natürlich Britta Rex, die an diesem Abend bei „When a man loves a woman“ oder „What´s a woman“ mit ihrem Können als Sängerin glänzte. Doch wie heißt es so schön, das Beste kommt zum Schluss. Und so war es auch diesmal, als die Bigband mit Britta Rex ihre Geheimwaffen zückten und mit „My one true friend“, „Jesus loves me“, „Go tell it on the mountain“ (inklusive fantastischem Soli von Gheorghe Herdeanu) sowie „I will follow him“ auch den letzten Zuhörer aus der Reserve lockten und zum Mitswingen motivierten. Verständlich, dass das Publikum nach diesen Darbietungen die Bigband erst nach zwei weiteren Zugaben aus dem Abend entließ.

