Diesen Tag vergessen Frischvermählte bestimmt nicht
Schöningen Am 12.12.2012 gaben sich neun heiratswillige Paare im Landkreis Helmstedt das Jawort.
Das Schnapszahldatum bot sich für Verliebte geradezu dafür an, zu heiraten. Am 12.12.2012 gaben sich kreisweit neun Paare das Jawort.
In Schöningen waren es gleich drei Paare, die den Bund fürs Leben schlossen. Dreimal marschierte Standesbeamtin Melanie Jestel-Heiser vom Rathaus in die Schlosskapelle, überwand so manchen Schneeberg, um heiratswillige Paare an diesem ganz besonderen Datum zu trauen.
Bei den frisch angetrauten Eheleuten Bathke aus Schöningen war es Ehemann Björn gewesen, der die Idee hatte, an diesem Tag seine Maike zu ehelichen. Vielleicht, um sich den Hochzeitstag künftig besser merken zu können? „Sicher nicht“, lachte er, räumte aber ein, dass das Datum an sich schon hilfreich sei.
Er habe den Tag aber vor allem deshalb gewählt, weil er die Zahlenkombination so schön fand. Und nicht nur das: „Eine solche wird es in den nächsten Jahren nicht mehr geben.“ Ehefrau Maike Bathke, geborene Zühlke, hatte die Idee auch gefallen – sie hatte an der entscheidenden Stelle Ja gesagt.
Drei Paare ließen sich im Standesamt Helmstedt trauen, in Königslutter war es nur ein Paar, nachdem zwei weitere, die bereits angemeldet waren, den Termin dann doch wieder abgesagt hatten. „Viele haben sich ganz bewusst gegen dieses Datum entschieden“, schilderte Standesbeamter Peter Wagner seinen Eindruck. In den Tagen davor und danach hätte er einige Trauungen im Terminkalender. Bei den Anmeldungen hätte er die Paare ganz bewusst auf den 12.12. hingewiesen, aber: „Die haben alle abgelehnt.“
Auch Trauungen von Nicht-Königslutteranern seien dieses Mal ausgeblieben. „Normalerweise bekommen wir bei solchen Daten Anfragen aus der ganzen Region, weil die Standesämter in Braunschweig zum Beispiel oft schon ausgebucht sind“, berichtete Wagner.
Auf der Burg Warberg sagten gestern zwei Paare „Ja“, informierte Ilka-Maria Heil vom Standesamt Süpplingen. Sie hätte eigentlich mehr Andrang erwartet. Stattdessen verzeichnete sie in diesem Jahr einen anderen Trend: „Viele wollen vor und nach Weihnachten heiraten.“



