Brenntage sollen in Zukunft wegfallen
Schöningen Nach vielen Beschwerden zum Brenntag im Oktober sollen in Schöningen die Brenntage in Zukunft abgeschafft werden.
Immer wieder für Diskussionen in Städten und Gemeinden sorgen die Brenntage. In Schöningen sprach sich der Ausschuss für Technik und Umwelt in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung im Rathaus mit klarer Mehrheit für das Abschaffen der zwei Brenntage im Jahr aus und empfahl dies dem Verwaltungsausschuss.
Seit mehreren Jahren biete die Stadt Schöningen die Brenntage im Frühjahr sowie im Herbst an, aber immer seien Beschwerden eingegangen, berichtete Thomas Hoffmann, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Besonders in diesem Jahr im Herbst sei die Wetterlage zu feucht gewesen und viele persönliche, telefonische sowie schriftliche Beschwerden von Bürgern seien wegen schlechter Luft mit Qualm und Gestank eingegangen. „Obwohl Grünabfälle nur bei trockener Witterung verbrannt werden dürfen, haben viele Bürger die Abfälle trotzdem angezündet und für die Belästigungen gesorgt“, betonte Hoffmann.
Aus diesen Gründen rege die Verwaltung nun an, grundsätzlich über die Notwendigkeit von Brenntagen zu entscheiden und künftig ganz darauf zu verzichten. „Es gibt genügend Entsorgungsmöglichkeiten von Grünabfall, wie die Biotonne, zusätzlich das kostenlose Abholen von gebündelten Ästen im Rahmen des Abholens der grünen Tonne, die eigene Kompostierung oder das Schreddern sowie die Selbstanlieferung im Kompostwerk Terrakomp bei Offleben“, erwähnte Hoffmann.
Barbara Rautenschlein (CDU) sprach sich gegen das Abschaffen aus. „Die Brenntage könnten aufgelockert und auf eine ganze Woche verteilt werden“, meinte das Ausschussmitglied. Pro Jahr kämen auf deren Grundstück rund 10 bis 12 Kubikmeter Laub zusammen, die nicht mit der Tonne entsorgt oder zum Kompostwerk gebracht werden könnten. Außerdem sei es schwer, einen Tag für das Verbrennen zu finden, an dem es trocken sei und der Wind aus der richtigen Richtung wehe.
„Wir haben schon mehrfach für das Abschaffen der Brenntage gekämpft, denn dies ist in der heutigen Zeit ein Beitrag zum Umweltschutz“, unterstrich Johannes Much (UWG). Die Allgemeinheit müsse nicht Grünabfälle verbrennen. Grünschnitt könne gebündelt, in die grüne Tonne getan oder abgefahren werden. Außerdem wies Much auf die Ausnahmegenehmigung hin, die für das Verbrennen von befallenen Pflanzen beim Ordnungsamt beantragt werden könne. Bei der Abstimmung waren Barbara Rautenschlein und Markus Sobotta (beide CDU) dagegen und Günter Merkle (CDU) enthielt sich. Sieben Ausschussmitglieder stimmten für das Abschaffen der Brenntage.


