Öffentliche Führung in früherer Landesuniversität
Helmstedt Die Geschichte der Braunschweigischen Landesuniversität in Helmstedt dokumentiert das Kreismuseum im Juleum. Am 3. Advent gibt es dort eine Führung.
Eine öffentliche Führung durch die Geschichte der Universität in Helmstedt bietet am Sonntag, 16. Dezember, das Kreismuseum an. Sie beginnt um 16 Uhr.
Zum Hintergrund: Die erste Braunschweigische Landesuniversität wurde im Jahr 1576 in Helmstedt eröffnet. Sie gehörte bald zu den größten Universitäten im deutschen Sprachraum. Mehr als 400 Professoren haben hier unterrichtet.
Seinerzeit gab es insgesamt mehr als 45000 Studenten, im 17. Jahrhundert schrieben sich zeitweilig jährlich bis zu 500 von ihnen in Helmstedt ein. Die Universität wurde bestimmend für das Leben in der Stadt, die damals zwischen 3000 und 4000 Einwohner hatte.
Das Stadtmodell im Museum zeigt Helmstedt als Universitätsstadt um das Jahr 1750 nicht nur mit dem Juleum und den Nebengebäuden, sondern auch mit der Universitätskirche, dem alten Rathaus und zahlreichen Professorenhäusern.
Museumsleiterin Marita Sterly erzählt aus der Geschichte der Universität in Helmstedt von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis zu ihrer Schließung vor 200 Jahren. Dabei geht es nicht nur um Herzöge und Könige, sondern vor allem um das tägliche Leben an der Universität, um berühmte Professoren und Studentenalltag und um den Langen Anton, das 2,44 Meter große Skelett.
Die Teilnahme an der Führung ist frei, um eine Spende wird gebeten. Geöffnet ist das Kreis- und Universitätsmuseum dienstags bis freitags zwischen 10 und 12 sowie von 15 bis 17 Uhr, am Sonnabend und Sonntag jeweils von 15 bis 17 Uhr.



