Macher des Outlet-Centers lassen Innenstadt-Lichter brennen
Helmstedt Die Projektmacher, die in Helmstedt ein Outlet-Center eröffnen wollen, haben sich an der Finanzierung der Innenstadt-Weihnachtsbeleuchtung beteiligt.
Der Investor für das Outlet-Center, Günter Rahlfs von der OOH GmbH, und Horst Menzel, der das Direktverkaufszentrum für preisreduzierte Markenware mit der Betreibergesellschaft HMCM wirtschaftlich nutzen möchte, haben laut Mitteilung der Werbegemeinschaft Helmstedt aktuell den fehlenden Betrag für die Komplettinstallation der Weihnachtsbeleuchtung übernommen. Zum Hintergrund: Die Finanzierung der Innenstadt-Weihnachtsbeleuchtung ist alljährlich ein mühsames Unterfangen, weil sich nicht alle Geschäftsinhaber an ihr beteiligen wollen oder können.
Das Ganze wäre kaum der Erwähnung wert, wenn es nicht Befürchtungen im Helmstedter-Innenstadt-Einzelhandel gäbe, dass ein Outlet-Center an der Emmerstedter Straße negative Auswirkungen auf die Shopping-Zone zwischen Gröpern und Papenberg haben könnte. Da klingt es wie ein strategisches Friedensangebot, wenn Günter Rahlfs von Helmstedt aktuell mit den Worten zitiert wird: „Die Helmstedter Innenstadt ist ein wichtiger Partner für das bevorstehende Projekt. Wir möchten gemeinsam viel Positives für Helmstedt erreichen.“
Wann und ob das Outlet-Center kommen wird, steht indes auf einem ganz anderen Blatt. Seit Jahren bemühen sich Investor und Betreiber darum, das 30-Millionen-Euro-Projekt auf den Weg zu bringen. Bislang erfolglos, denn die planungsrechtlichen Hürden zum Beispiel durch das Landesraumordnungsprogramm sind hoch. Doch ein Urteil des Oberwaltungsgerichts Lüneburg, das einige planungsrechtliche Beschränkungen aufgehoben hat, gibt den Hoffnungen der DOC-Befürworter neue Nahrung.
Ein neuer Anlauf zur Projektrealisierung auf dem ehemaligen Hellac-Gelände wird derzeit unternommen (wir berichteten). Die Stadt Helmstedt wartet auf die Antragsunterlagen des Investors, um einen Bebauungsplan aufstellen zu können. „Wir stehen in engem Kontakt“, sagt Bürgermeister Wittich Schobert. Im Detail sei noch viel zu prüfen, das betreffe auch die Straßenführung im Umfeld des Direktverkaufszentrums.
