Umbruch in Lehre: Zukunftsvertrag, Bildungskonzept, Baugebiete
Lehre Spannende Wochen liegen vor den Menschen in Lehre. Der Zukunftsvertrag soll abgeschlossen und das Bildungskonzept verabschiedet werden.
Gleich zu Beginn des Jahres wird die Kommune beim Land Niedersachsen den Antrag auf Entschuldungshilfe stellen, in den politischen Gremien wird das Bildungs- und Betreuungskonzept beraten. Und: Gleich fünf Baugebiete sind derzeit in Planung. Es bewegt sich viel in der Nordkreisgemeinde.
Insbesondere die zuletzt deutlich verbesserte finanzielle Situation der Kommune stimmt Bürgermeister Klaus Westphal hoffnungsvoll. Schließlich sorgen deutlich höhere Einnahmen aus Steuern und Landeszuweisungen dafür, dass die mit rund 30 Millionen Euro verschuldete Kommune nun doch die Chance hat, dass das Land 12 Millionen Euro Schulden dank des so genannten Zukunftsvertrags übernimmt.
Zu welchen Bedingungen genau – das wird sich zeigen, wenn der Antrag in Hannover bearbeitet wurde. Klar ist jedoch, dass die Kommune künftig einen ausgeglichenen Etat präsentieren muss. Und das schon 2013. Dies allerdings hält Westphal angesichts der jüngsten Entwicklungen für machbar. Und auch der Gemeinderat. Schließlich hat der im Dezember einstimmig für die Teilnahme am Entschuldungsprogramm des Landes Niedersachsen gestimmt.
„Die Gemeinde hat sich 2012 positiv entwickelt“, blickt Westphal zufrieden zurück. Neben der finanziellen Situation nennt er als wichtigen Schritt auch die geplanten Baugebiete. „Auch hier haben wir einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht.“
Eine deutliche Positionierung der Politik wünscht sich der Gemeindebürgermeister in den nächsten Wochen allerdings von den politischen Gremien in Sachen Bildungs- und Betreuungskonzept. In der Frage, wie die Schul- und Kita-Landschaft der Gemeinde in den nächsten Jahren aussehen soll, wünscht sich Westphal klare Aussagen, die Verlässlichkeit für Eltern, Erzieher und Lehrer schaffen. Und: „Ob es allein mit der Bildung von Runden Tischen getan ist, ist die Frage“, gibt Westphal zu bedenken. Er würde sich wünschen, dass auch junge Menschen, also die künftige Elterngeneration, in die Diskussion eingebunden werden.
Mit der Entwicklung der Gewerbegebiete in Flechtorf und Wendhausen warten weitere Herausforderungen auf die Kommune. In Flechtorf wird bereits an der Erschließung des dritten Abschnitts gearbeitet, ob auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube bei Wendhausen nun doch noch etwas passiert, wird sich die nächsten Tage entscheiden.

