Per Post oder online – je nach Kundenwunsch
Lehre Dieses Kundenportal ist laut Lutz Tietz, Geschäftsführer des Wasserverbandes Weddel-Lehre (WWL), Neuland für die Wasserwirtschaft.
Dass die Kunden des WWL künftig direkt auf ihre Daten, Rechnungen und Abrechnungen zugreifen können – an diesen Gedanken hätten sich auch die Mitarbeiter erst gewöhnen müssen. Von Donnerstag an ist es jedoch so weit – über die übrigens ebenfalls neu gestaltete Homepage des WWL können sich Kunden anmelden und ihre Daten selbst verwalten. Adressänderungen, Zählerstände eingeben oder auch die monatlichen Abschläge verändern – das geht nun auch von zu Hause aus über das Internet.
„Das hat Vorteile für unsere Kunden, aber auch für unsere internen Organisationsabläufe. Wir binden den Kunden in die Abrechnungsprozedur ein – da muss man ganz ehrlich sein“, macht Tietz kein Geheimnis daraus, dass diese Möglichkeit die Arbeit des WWL auch erleichtert. Aber: „Jede Eingabe wird gegengeprüft“, versichert Grit Lachmayer, Leiterin der Verbrauchsabrechnung beim WWL. Und: Weiche die Eingabe des Zählerstandes zu einem bestimmten Prozentsatz vom Vorwert ab, würde sowohl der Kunde als auch der WWL gewarnt.
Rund 25 000 Kunden hat der WWL im Jahr abzurechnen, von etwa einem Drittel hat der Verband bereits E-Mail-Adressen. Diese würden nun auch per Mail vom neuen Portal unterrichtet, die übrigen erhalten dieser Tage Post. Aber: „Wer uns seine Zählerstände weiter per Postkarte mitteilen möchte, bekommt auch weiterhin eine Karte zugeschickt“, versichert Tietz.
Die WWL-Kunden in Braunschweig sind übrigens die ersten, die ihre Daten elektronisch selbst übermitteln können. Dort wird in diesem Monat abgerechnet. In Juni sind Cremlingen und Lehre an der Reihe, im September dann Nord-Elm, Sickte und Wolfsburg. Anmelden können sich alle WWL-Kunden allerdings schon von heute an.



