Gemeinsamer Bauhof wird abgewickelt
Lehre Der gemeinsame Bauhof der Gemeinden Lehre und Cremlingen steht vor dem Aus.
Das bestätigten auf Nachfrage die Verwaltungschefs der beiden Kommunen. Beide Gemeinden wollen ihren Bauhof wieder in Eigenregie betreiben.
„Beschlossen ist aber noch nichts“, betonte Lehres Gemeindebürgermeister Klaus Westphal. Sowohl er als auch sein Cremlinger Kollege Günter Eichenlaub würden den politischen Gremien jedoch die „Abwicklung“ des Kommunalen Wirtschaftsbetriebes Cremlingen-Lehre (KWCL) empfehlen. Geplant ist, so Westphal, dass im Januar eine gemeinsame Sitzung der Verwaltungsausschüsse stattfinde, um über das Thema zu befinden. Anschließend sollen dann die Räte endgültig entscheiden. Die beiden Verwaltungschefs sind sich allerdings einig: „Wir wollen schließen.“
Hauptgrund: Der KWCL macht Verluste, hat in den vergangenen Jahren ein durchschnittliches Minus von 35 000 Euro erwirtschaftet. Ausgleichen mussten das beide Gemeinden je zur Hälfte. Hinzu kamen hohe Personalkosten für 13 Mitarbeiter. Diese sollen die Gemeinden nun jeweils wieder zurücknehmen und bei sich einsetzen – „sinnvoll und effizient“, wie Eichenlaub betont.
Die rechtliche Abwicklung des Gebildes obliege Lehre. Mit der Kommunalaufsicht sei bereits gesprochen worden. Geklärt werden müsse auch, welche Gegenstände, die 2007 in den Bauhof eingebracht wurden, noch da sind. Diese müssten verteilt werden.
Gerade hatte der Gemeinderat Lehre 50 000 Euro überplanmäßig bewilligt und Aufträge in dieser Höhe an den KWCL vergeben, um ein neues drohendes Defizit abzufangen. Auslöser des Problems: Ob der schwierigen Haushaltslage hatte es immer weniger Aufträge für den KWCL gegeben. Lehre hatte zum Beispiel 2012 die Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen gedeckelt. Das machte für den KWCL 160 000 Euro weniger. Diese Rechnung ging nicht auf, weil die Kommune das Minus des KWCL am Ende auf jeden Fall zur Hälfte ausgleichen muss.
„Die Grundidee war und ist gut; auch wenn in der Ausgestaltung manches verbesserungswürdig war“, betont Westphal. Und so hätten die Gemeinden vor, in Teilbereichen weiter zusammenzuarbeiten. Bei der Spielplatzkontrolle sei dies denkbar.



