Galgenfrist für den Investor an der A2
Wendhausen Ein letztes Mal will die Gemeinde Lehre noch abwarten, tut sich jedoch kurzfristig nichts, soll das Projekt an der A2 endgültig begraben werden.
„Wenn nicht in Kürze Zahlen und Fakten bei uns auf dem Schreibtisch liegen, dann werden wir dem Rat empfehlen, das Gelände als Rekultivierungsfläche auszuweisen“, sagt Hans-Heinrich Hennecke. Einen wirklichen Fortschritt in Sachen der ehemaligen Kiesgrube an der A2 in Wendhausen habe auch das Gespräch vergangene Woche nicht gebracht. Die Signale seien allerdings positiv gewesen, deshalb sei die Verwaltung bereit, noch abzuwarten. „Aber nicht mehr ewig. Bis ich am 31. März in den Ruhestand gehe, muss die Sache geklärt sein“, betont Hennecke.
Der Fortschritt sei folgender: Es habe sich inzwischen ein Investor gefunden, der das Grundstück kaufen will und bereits einen Nutzer hätte. Um dieses Vorhaben realisieren zu können, solle kurzfristig eine Projekt-Gesellschaft gegründet werden. Alles hänge aber nach wie vor davon ab, ob der private Grundstückseigentümer nun bereit sei zu verkaufen. Und: Auch das Grundstück südlich müsse von der Projekt-Gesellschaft gekauft werden, denn nur über diese Fläche sei die Erschließung und Zufahrt möglich.
Seit zehn Jahren beschäftigt sich die Gemeindeverwaltung in Lehre mit diesem Thema, realisiert werden sollten dort schon diverse Projekte. Von einer Kartbahn war einst die Rede, schließlich sollten ein Autohof, ein Logistikzentrum oder auch der Firmensitz diverser mittelständischer Unternehmen dort entstehen. Passiert ist bisher nichts.
Voraussetzung für die Bebauung des Geländes ist jedoch der städtebauliche Vertrag, den die Gemeinde einst mit einem Investor geschlossen hat. Genau diesen will die Kommune nun allerdings kündigen. Dann wäre das Thema an dieser Stelle endgültig erledigt.
