Musikinstrumente ziehen viele Besucher an
Königslutter Mechanische Musikinstrumente im Museum in Königslutter liegen im Trend der Besucher
Die Mechanischen Musikinstrumente in Königslutter zu erhalten und ein Museum (MMM) dafür einzurichten, war ganz offensichtlich von Rat und Verwaltung eine richtige Entscheidung. So wie es Kaufleute zur Übersicht und Kontrolle der Wirtschaftlichkeit ihrer Geschäfte halten, gibt es auch bei vielen Einrichtungen eine Bilanz für das jeweilige Kalenderjahr. Das MMM zog eine gute Bilanz.
Die umfangreiche Sammlung befand sich im Privatbesitz und wurde im Jahr 2005 zum Verkauf angeboten. Rund die Hälfte davon konnte die Stadt mit Hilfe des Landkreises erwerben. Im Gebäude „Vor dem Kaiserdom 3“, ehemals Steinmetzschule und danach Dom-Museum von Stift & Stadt, sind nun seit sieben Jahren in verschiedenen Räumen auf einer Fläche von 800 Quadratmeter 250 große und kleine mechanische Instrumente ausgestellt. Die von der Stadt angestellte Leiterin Britta Edelmann äußerte sich über die erreichten Besucherzahlen zufrieden.
„Weil ich bei der Erstellung des Konzeptes für die Einrichtung des MMM beteiligt war, konnte ich meine Vorstellungen gut verwirklichen“, sagt sie auch im Hinblick auf die kommende Zeit. Zwar haben sich die anfänglich hohen Besucherzahlen durch den Neuheitseffekt nunmehr auf das Niveau von rund 10 000 eingependelt und 2012 wurden sogar knapp 11 000 erreicht. Bevorzugt kommen Gruppen aus Kindergärten, von Vereinen und Betrieben, bis hin zu Seniorenclubs, auch aus Altersheimen. Eine gute Zusammenarbeit besteht auch mit den örtlichen Hotels. Allein im November haben 890 Seminarteilnehmer aus diesem Bereich das MMM besucht.
Führungen zu den Jahreszeiten angepassten Events finden stets großen Anklang. Dazu zählen unter anderem Auftritte von Künstlern, die Schreibwerkstatt mit Autorenlesungen, für Genießer mit angebotenen Gaumenfreuden, der Gänsemarsch mit St. Martin und Gänseessen, der Museumstag, der Spieluhrentag und die Rocknacht auf dem Museumshof.
Das alles wird es auch im nächsten Jahr geben. Die Musikveranstaltung ist am 7. Juni, wieder mit jungen Gruppen aus der Region geplant, die diese Gelegenheit gern auch ohne Gage nutzen, um sich beim Publikum bekanntzumachen. Die Planungen und Buchungen für das Jahr 2013 lassen auch wieder auf die vorgegebenen Besucherzahlen hoffen, zumal die Reisegruppen gern ihren Aufenthalt mit Führungen im Kaiserdom und dem Geopark, und sogar mit der Autostadt in Wolfsburg verbinden.
