Königslutteraner Wichernschüler gründen eine Genossenschaft
Königslutter Streng nach Protokoll verlief Montag die Gründung einer Schülergenossenschaft an der Wichernschule Königslutter. Es ist die erste im Kreis Helmstedt.
Neben der einstimmigen Empfehlung einer Satzung für die nachhaltige Schülergenossenschaft „Genusswerkstatt“, stand auch die Wahl eines Vorstandes sowie eines Aufsichtsrates auf der Tagesordnung. Streng nach Protokoll gingen die Verantwortlichen im Speiseraum der Schule vor, der als Sitzungsraum umfunktioniert wurde. Beaufsichtigt von Vertretern des Genossenschaftsverbands Hannover.
„Heute wird hier die 53. aktive Schülergenossenschaft in Niedersachsen und die erste im Kreis Helmstedt gegründet“, stellte Norbert Klüh vom Niedersächsischen Kultusministerium fest. Der Fachberater bezeichnete die Arbeit innerhalb dieses Projekts als besondere und sehr gute Möglichkeit, die Schüler zu fördern.
Ihre Arbeit betreibt die neue Schülergenossenschaft bereits seit einigen Monaten, wöchentlich zum Beispiel zu sehen auf dem Königslutteraner Wochenmarkt. Dort verkaufen Schüler und Lehrkräfte nämlich ihre selbsthergestellten Produkte wie Fruchtaufstrich oder Chutneys.
Zu den Initiatoren des Projekts, das aus den bereits vorhandenen Schülerfirmen Kochparadies und Kreativwerkstatt hervorgeht, gehören die Lehrer Petra Oppe, Uta Klose-Blaurock und Christoph Pohlmann. Oppe beschrieb den gestrigen Schritt so: „Mit unseren Schülerfirmen waren wir ja auch vorher aktiv und haben unter anderem das Sponsorenessen oder unseren Adventsmarkt organisiert, aber jetzt haben wir ein ganzjähriges Projekt.“
Oppe und Pohlmann wurden von den insgesamt 36 Gründungsmitgliedern in den Vorstand gewählt, zusammen mit den Schülern Leon Fiedler, Mareike Rohmann und Sebastian Schenzel. Der Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus Schulleiterin Cornelia Dörnbrack, Irene Maatsch, Uta Klose-Blaurock, Marco Matschulla von der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter und Schüler Marvin Juchert.
In der Satzung wurde unter anderem festgelegt, dass der Vorstand mit Ablauf eines Geschäftsjahres entscheidet, wofür ein eventuell erwirtschafteter Überschuss verwendet werden soll. Dieser soll unter anderem mit dem Verkauf der selbsthergestellten Produkte erzielt werden. „Wir wollen nach und nach unsere Produktpalette erweitern“, kündigte Petra Oppe dazu an. Aber auch der Verkauf von Genossenschaftsanteilen soll zu einem Gewinn beitragen. 1 Euro pro Anteil zahlten die Käufer. Viele kauften gleich mehrere.



