Gifhorner SPD macht nicht mit bei Fusionsplänen
Helmstedt Die SPD in Helmstedt, Gifhorn und Wolfsburg will die Zusammenarbeit der Kommunen vertiefen. An Fusionsplänen haben die Gifhorner aber kein Interesse.
Die SPD-Fraktionsvorstände trafen sich kürzlich mit Gifhorns Landrätin Marion Lau, Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs sowie Helmstedts Landrat Matthias Wunderling-Weilbier. Eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung sowie die Zusammenarbeit bei der Planung alternativer Energienutzung standen ganz oben auf der Agenda. Die Runde war sich einig, dass man die Interkommunale Zusammenarbeit weiter entwickeln und intensiveren müsse. Landrat Matthias Wunderling-Weilbier betonte einer Mitteilung der SPD zufolge, dass es immer einen sachlichen Austausch zwischen den drei Gebietseinheiten gegeben habe.
Diskussionsbedarf bot die angedachte Fusion des Landkreises Helmstedt mit der Stadt Wolfsburg. „Wir werden der Fusion Wolfsburg und Helmstedt keine Steine in den Weg legen“, sagte bei dem Treffen Rolf Schliephacke, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landkreis Gifhorn. Aber für seinen Landkreis bestehe keine Notwendigkeit zur Fusion, daher werde sich die SPD im Kreistag dafür einsetzen, dass der Kreis Gifhorn sich an keinen Fusionsverhandlungen beteiligt.
Über die Nutzung alternativer Energiequellen, wie zum Beispiel Geothermie, diskutierten die SPD-Vertreter ebenfalls. „An einer Prüfung, ob die Nutzung von Erdwärme für diese Region geeignet ist, werden die Bürger aus der Stadt Wolfsburg sowie aus den Landkreisen Helmstedt und Gifhorn beteiligt. Wird durch ein Gutachten festgestellt, dass Erdwärme eine weitere Möglichkeit alternativer Energieversorgung für die Region bietet, möchten wir durch Genossenschaftsmodelle die Bürger daran beteiligen“, kündigte Hans-Georg Bachmann, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Wolfsburg, an.
Diesem Tenor folgte auch Landrätin Marion Lau: „Bei der Energiepolitik müssen die Samtgemeinden mit ins Boot geholt werden. Nur wenn es uns gelingt, die Menschen in der gesamten Region an der Energiewende zu beteiligen, kann das Projekt Erfolg haben.“ Zunächst müsse aber geklärt werden, ob sich die Region für die Nutzung von Geothermie überhaupt eignet.


