Weihnachtsmarkt mit Kuschelfaktor kommt bestens an
Gifhorn Mehr Licht plus mehr Atmosphäre gleich mehr Besucher: Die Gleichung ging für den überarbeiteten Gifhorner Weihnachtsmarkt auf. Die Macher jubeln.
Zum Auftakt des zweistündige Platzkonzerts am vierten Adventssamstag hat sich Bariton-Bläserin Katja Horn mit beheizbaren Einlegesohlen in den Schuhen und reinem Alkohol bei vereisenden Ventilen gegen Temperaturen um den Gefrierpunkt gewappnet. „Und der Feuerwehr-Parka hält schön warm“, sagt sie, denn es spielt der Feuerwehr-Musikzug.
Kuschelig ist aber nicht allein die Winterkleidung. Der ganze Weihnachtsmarkt, der mit Pause an den Feiertagen noch bis zum verkaufsoffenen Sonntag am 30. Dezember öffnet, setzt auf einen heimeligen Kuschelfaktor – mit Erfolg.
Die Gifhorner und ihre Gäste aus den Nachbarstädten stimmten mit den Füßen ab. Udo von Ey, Sprecher der Händlervereinigung City Gemeinschaft, hat beobachtet: „So voll habe ich den Weihnachtsmarkt schon lange nicht mehr gesehen. Die Besucherfrequenz ist wirklich hoch.“
Das neue Konzept kommt bestens an. An drei Stellschrauben hat Organisatorin Michaela Lippe mit den Schaustellern gedreht: Licht, Weihnachtswald, Standorganisation.
Neue Lichterketten und funkelnde LED-Installationen erhellen die dunklen Wintertage. Der Weihnachtswald vermittelt mit einem Schritt auf den weichen Rindenmulch die Ahnung eines Spaziergangs weit draußen. Und die enger gestaffelten Buden und Stände gewinnen gemeinsam an Gemütlichkeit. Lippe spricht vorsichtig von einer „positiven Tendenz“ und glaubt, dass ihr das Wetter in die Hände gespielt hat. „Wir hatten Glück, es war überwiegend kalt und trocken.“ Das locke die Menschen an die Stände, um sich bei heißen Getränken zu wärmen.
Doch das Wetter allein war es nicht, das weiß auch Lippe. „Das meiste hat funktioniert wie erhofft und ist gut angenommen worden“, freut sie sich.
Doch kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Einen Schwachpunkt will Lippe gleich 2013 angehen: Die ehrenamtlichen Beschicker südlich der Michael-Clare-Straße stehen ihr noch zu sehr abseits. „Da ist zu wenig Frequenz.“ Deswegen sollten Kunsthandwerker und Kinderhilfswerk Unicef in Absprache mit den anderen Anbietern „weiter in den Lauf“ der meisten Passanten gerückt werden.
Schausteller Bobby Malone bestätigt Lippes Einschätzung. Der junge Uetzer hat das Geschehen rund um seinen zentralen Glühweinstand gut im Blick und kennt auch noch die Vorjahressituation. „Die neuen Lichterketten sehen gut aus. Und der Weihnachtswald wird gut angenommen. Mir selbst gefällt er auch gut.“ Für die verbleibenden Tage wünscht er sich die schon gelobte Wetterlage: Trocken und kalt.

