Stoppok sang in Müden dem Professor zum Trotz
Müden Mit erdigen Songs, die eine Mischung aus Folk, Rock, Blues und Country darstellten, trat am Freitagabend der Sänger Stoppok im Kubus Müden auf.
Dem Publikum bot er nicht nur einen musikalisch guten Auftritt, sondern auch eine Mischung aus kritischer Betrachtung und Humor.
Als ein Musikprofessor dem gebürtigen Hamburger einst rat, die Finger von der Musik zu lassen, sah sich Stoppok zu einer Trotzreaktion veranlasst – und seinen eigenen Weg zu gehen. Das war sicherlich kein Fehler, denn im Ergebnis hat sich Stoppok seinen ganz eigenen Stil erarbeitet. Der Musiker, der seine Songs und Texte noch immer selbst schreibt, wird in der Szene auch gern als Geheimtipp bezeichnet.
Bodenständig und publikumsnah machte Stoppok von Anfang an das, was er am besten kann: Musik. In seinen Songs behandelt er die Widrigkeiten des Alltags. Eben diese Form der Satire regte dann auch das Publikum wechselseitig zum Schmunzeln oder zum Nachdenken an.
Mit Heide Wiedenroth & Band sollte eine Künstlerin als Vorband auftreten, die ebenso wie Stoppok, durch eine bodenständige Art zu überzeugen wusste. Mit ihrem Lied „Pralle Prinzessin“ verbarg sie nicht nur ein Stück Selbstironie, sondern erntete ohnehin mit ihrer authentischen Art viel Beifall seitens des Publikums. Mit ihrer Mischung aus Deutschrock und Poesie gewann Heide Wiedenroth mit ihrer Band schnell die Herzen des Publikums.
Alles in allem bot sich dem Publikum an diesem Abend eine ausgewogene Mischung aus guten musikalischen Leistungen, authentischen Musikern, kritischen und humorvollen Liedtexten und dem Gefühl, dass es noch Musiker gibt, die Spaß an dem haben, was sie auf der Bühne präsentieren. mw

