Selbst die größten Tiere haben in Gifhorn Angst vor Böllerei
Gifhorn Tiere leiden unter der Silvester- Böllerei – jedes Jahr aufs Neue.
Für viele Menschen ist die Silvesternacht ein besonderes Ereignis, das entsprechend farbenfroh und vor allem lautstark gefeiert wird. Bei den Tieren jedoch herrscht in dieser Nacht nur Angst und Schrecken. „Wenn es knallt, verfallen die meisten Tiere in panische Angst“, sagt die Vorsitzende des Gifhorner Tierschutzvereins Vera Steder.
Flucht über
Kilometer
Vor dem Krach durch Böller und Raketen fürchten sich die vierbeinigen Freunde des Menschen so sehr, dass sie oft kilometerweit flüchten und den Weg nach Hause nicht wieder zurück finden. Daher bittet der Tierschutzverein auch in diesem Jahr wieder alle Tierhalter, ihre Haustiere schon ab Mittag nicht mehr ohne Aufsicht nach draußen zu lassen und um Mitternacht in einem ruhigen Raum unterzubringen.
„Besonders Katzen sind sehr empfindlich. Wenn man nicht aufpasst, verlassen sie schnell das Haus – durch die Katzenklappe oder offen gelassene Türen“, spricht Steder aus Erfahrung. Bekanntlich beginne die Knallerei ja nicht erst um Mitternacht. Die Gifhornerin Daniela Regentin (25) hat seit drei Jahren einen goldenen Labrador. „Seitdem ich weiß, wie meine Layla reagiert, halte ich mich mit dem Feuerwerk gewaltig zurück.“
Aber auch Wildtiere leiden um Mitternacht: Aufgeschrecktes Wild kann sich während der panikartigen Flucht schwere Verletzungen zufügen, und durch den Lärm werden Vögel von ihren Schlafplätzen aufgescheucht.
Hotline für
Hilfesuchende
Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Hund oder Katze von zu Hause weggelaufen sind, sollten die Polizei unter (05371) 98 00 oder der Gifhorner Tierschutzverein der Hotline (05373) 32 75 angerufen werden.

