Schulwegunfälle sind in Gifhorn eher selten
Gifhorn Laut Kinderunfallatlas verunglücken im Landkreis Gifhorn 2,41 von 1000 Kindern. Gifhorn findet sich damit auf Platz 153 der Auswertung wieder.
Am Montag wurde der zweite Kinderunfallatlas der Bundesanstalt für Straßenwesen veröffentlicht. Er bildet die Unfallsituation für Kinder in allen 412 Städten und Kreisen ab.
Auf Grundlage des Kinderunfallatlas lassen sich Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gezielt und ökonomisch sinnvoll einsetzen. Vertiefende Details zum Kinder betreffenden Unfallgeschehen waren von Reinhard Preuß von der der Polizei Gifhorn zu erfahren.
Demnach sind im Kreisgebiet zwischen 2007 und heute 110 Kinder unter 6 Jahren sowie 482 im Alter von 6 bis 14 Jahren im Straßenverkehr verunglückt. Allein 2011 hatte es 103 Unfälle mit Kindern gegeben, in diesem Jahr bisher 87.
Seit 2007 waren 73 Kinder als Fußgänger verunglückt. Weitere 238 Kinder waren als Radfahrer in einem Unfall verwickelt, 249 als Insassen in einem Fahrzeug. In diesem Zeitraum war ein tödlicher Unfall zu beklagen. „Die meisten Unfälle finden fernab der Schulen während der Freizeit statt“, betont Preuß, dass Schulwegunfälle nicht so oft geschehen wie vermutet.
Betrachtet man das Unfallgeschehen mit Kindern auf der Landkarte, konzentriert es sich ganz stark auf die Stadt Gifhorn. „Allein dort hat es in den vergangenen drei Jahren 221 Unfallereignisse mit Kindern als Mitfahrer im PKW gegeben“, berichtet Preuß. Auch in den Orten Wesendorf, Meinersen, Westerbeck, Meine und Wittingen sind vermehrt Unfälle mit Kindern verzeichnet.
Ob es spezielle Unfallschwerpunkte bezüglich der Beteiligung von Kindern gibt, verrät die Unfallstatistik der Polizei nicht. „Bei uns im Landkreis beschäftigt sich die Verkehrsunfallkommission mit der Feststellung und Entschärfung von Unfallschwerpunkten“, berichtet Michael Funke, Fachbereichsleiter beim Landkreis. Unfallschwerpunkte unterlägen formalen Kriterien.



