Richter Pohl geht – Rente für den Mann für ganz harte Fälle
Gifhorn Ulrich Pohl setzte Recht und Gesetz im Kreis Gifhorn durch. Jetzt geht der Vorsitzende Richter am Landgericht Hildesheim in Pension.
Wenn es im Kreis Gifhorn richtig kriminell wurde, war sein Urteil gefragt: Mord, Totschlag, Raub, Körperverletzung, Sexualdelikte – all das klärte sein Hildesheimer Schwurgericht auf. Vor Weihnachten wurde der Vorsitzende Richter Ulrich Pohl in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet.
Pohl war über 34 Jahre im Dienst der niedersächsischen Justiz und seit mehr als zehn Jahren Vorsitzender der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts.
In seiner Ansprache würdigte der Präsident des Landgerichts Ralph Guise-Rübe Pohl als besondere Richterpersönlichkeit. Pohl habe sich bei der Kollegenschaft des Landgerichts, Staatsanwaltschaft und Polizei, aber auch bei Strafverteidigern und Angeklagten Achtung und Respekt verdient.
Der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Hildesheim Thomas Pfleiderer hob insbesondere die niedrige Aufhebungsquote der Urteile des Schwurgerichts unter Vorsitz Pohls beim Bundesgerichtshof hervor. Pohls Nachfolger wird Richter Peter Peschka. red

