Mia macht den Jungs Beine
Rötgesbüttel Eine 11-jährige Top-Spielerin trainiert den Badminton-Kursus an der Grundschule Rötgesbüttel. Und zwar hart.
Badminton ist gefragt an der Grundschule Rötgesbüttel. Hans-Jürgen Grußendorf leitet ehrenamtlich den Kursus im Ganztagsangebot, für den sich acht Jungen der dritten und vierten Klassen entschieden haben.
„Mir war Tennis zu langweilig“, sagt der 8-jährige Max Schmidt zu seiner Entscheidung für die Badminton AG und führt vor, was er bereits gelernt hat. „Daumen berührt Mittelfinger. Das ist der Universalgriff, mit dem ich den Ball am besten schlagen kann“, sagt er und wendet sich wieder seinem Partner Paul Jippa zu.
Rene Klaffehn und Linus Römer wurden schon mit einer Urkunde für die häufigsten Treffer ausgezeichnet. Ihre Leistungen seien wie die der anderen sechs Jungen ausbaufähig, meint Grußendorf und stellte den Schülern ein echtes Badmintontalent vor: „Heute habe ich eine Co-Trainerin, die elfjährige Mia Sörensen aus Leiferde, mitgebracht.“ Sie ist kaum älter als die Jungen, hinterlässt aber mit ihren schmetternden Bällen einen bleibenden Eindruck bei ihnen.
„Die Jungs haben oft eine große Klappe“, sagte Grußendorf. „Wenn ich was sage, kommt das nicht immer an. Ganz anders ist das mit Mia. Wenn sie zeigt, wie der Sport funktioniert, hat das eine unglaubliche Wirkung.“ Mia trainiert dreimal in der Woche: „Und Training ist nicht nur Spaß“, erklärt die 11-Jährige den Grundschülern. „Wer erfolgreich sein will, muss an sich arbeiten, sonst wird das nichts.“

