Jugendchor meisterte die Premiere von „The Scrooge“
Groß Schwülper Der Chor „The Cocos“ hatte unter Regie von Kerstin John und Leitung von Katharina Hoffstadt die Sprech- und Gesangsrollen bestens einstudiert.
Es gab viele Schauplätze in Schwülpers Okerhalle: die Bühne, die Empore, inmitten des Publikums (zum Beispiel eine verkleidete Bürgersfrau mit einem Brezelkorb) und an den Seiten des Saales (dort mit tollen „Bühnen“-Bilder-Fassaden von Andreas Romey). Und die stellten in dem Stück „The Scrooge“, das der Jugendchor „The Cocos“ aufführte, ein Spielwarengeschäft, eine Metzgerei und einen Friedhof dar. Gespielt wurde von einem Riesenensemble aus 33 Akteuren, wobei einige eine Doppelrolle ausfüllten. Und die Jugendlichen hatten unter der Regie von Kerstin John und der Gesamtleitung von Katharina Hoffstadt ihre Sprech- und Gesangsrollen bestens einstudiert. Allen voran der „Jedermann“ der Geschichte, Ebenezer Scrooge (Dominik Gieseler), ein Miesling, der nicht nur Weihnachten nicht mochte: „Ich hasse das Leben, weil das Leben mich hasst.“ Er traktierte seinen Mitarbeiter Bob Cratchit (alias Vincent Reimann) genauso wie seinen Neffen Harry (Enis Ben Halima), bis ihm, angekündigt durch seinen verstorbenen Mitarbeiter Jacob Marley (Nicolas Austermann), drei Geister (Leonie Adam, Nele Matthies, Sinje John) erschienen, die ihm seinen Werdegang vor Augen führten. Gott- sei Dank war alles nur ein Traum. Scrooge musste nicht in die Hölle fahren, sondern änderte sich grundlegend: Er wurde mitfühlend und großzügig. Eine tolle Leistung der Musiktheatergruppe. ml
