Geglücktes Plädoyer für den Gesang
Rötgesbüttel Den Männergesangsverein Rötgesbüttel gibt es seit 1887, also seit 125 Jahren. Ein solches Ereignis musste gefeiert werden.
Und das taten die Sänger, zusammen mit den anderen Vereinen des Ortes, mit politischer Prominenz und den hörfreudigen Mitbürgern.
Die Mitglieder veranstalteten im vollen Bürgerhaus einen Kommers, bei dem der Vorsitzende Peter Hof-mann die Jahre Revue passieren ließ und Bürgermeister André Lohmann die Verdienste um das Gemeinwohl würdigte.
Landrätin Marion Lau wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass sich bei Kindern ohne Singbildung die Stimmbänder verkürzen und es da-durch überaus wichtig sei, Kinder und Jugendliche zum Singen zu gewinnen. Zumal der Stimme Klang zu geben, „Aufeinander-Hören“ und Pflege der Gemeinschaft Schlüsselqualifikationen seien.
Samtgemeindebürgermeister Helmut Holzapfel betonte die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Singen gesund ist: „Aus diesem Grund wünsche ich allen Sängern des Chores und den eingeladenen Chören, dass sie diese wertvolle Medizin noch lange genießen und auch andere daran teilhaben lassen können.“
Zum anschließenden Adventskonzert eingeladen waren der Gesangsverein Ribbesbüttel/Vollbüttel unter der Leitung von Patriz Brünsch und der Kirchen-Frauenchor Rötgesbüttel mit der Dirigentin Karin Richter. Der MGV Rötgesbüttel mit seinen fünf Tenören und neun Bässen singt mit der bewährten Barbara König. Der jüngste Sänger ist 48 Jahre jung, der älteste 30 Jahre älter. Jeder Chor sang in zwei Durchgängen jeweils zwei Lieder – im zweiten Teil waren diese adventlich. Der MGV riss das Publikum im ersten Teil zu Begeisterungsstürmen hin, weil die Lieder „Ich fahr’ in meiner kleinen Limousine und „Wenn die Sonja russisch tanzt“ auch humorvoll dargestellt wurden.
Alle Liedvorträge kamen wunderbar beim Publikum an.

