Alles wird neu im Gemeindehaus
Adenbüttel Das Adenbütteler Gemeindehaus der evangelischen Kirche ist eine große Baustelle. Nicht alles läuft glatt.
Mitte der Woche stand sogar alles offen. Das hölzerne Türelement flog raus und sollte durch eine moderne Konstruktion ersetzt werden.
Die alte Tür stammte wie der gesamte Bau aus den 1960er Jahren. „Und seitdem ist praktisch nichts daran gemacht worden“, erzählt Pastorin Renata Pautsch staunend bis schaudernd.
Jetzt wird für 200.000 Euro nachgeholt, was in den vergangenen gut 40 Jahren liegengeblieben ist. Das luftige Kaltdach ist bereits zeitgemäß gedämmt. Die zugigen Fenster sind ausgetauscht. „Die alten Holzrahmen haben gewackelt, und überall kam kalte Luft durch. Es wurde gar nicht mehr richtig warm“, erzählt Pautsch.
Apropos warm: Die alte Heizung tut es noch. „Da hätte ein neues Modell nichts gespart.“ Deswegen hat der Installateur nur einige angerostete Heizkörper ausgetauscht. Dennoch hat auch die Gas-Wasser-Firma gut zu tun, denn sowohl das Bad der Pastorenwohnung als auch die WCs im öffentlichen Bereich brauchten eine Generalüberholung. „Künftig haben wir auch eine behindertengerechte Toilette“, freut sich Pastorin Pautsch.
Aus dem Vollen schöpfen konnte und wollte die Gemeinde gleichwohl nicht. Sie bezahlt einen Teil der Baukosten aus Rücklagen, für die Dämmarbeiten gibt es Zuschüsse der Landeskirche und weiteres Geld gibt der Kirchenkreis. Am Grundriss des Gemeindehauses wird daher nicht gerüttelt. Das Gemeindebüro mit Archiv und Arbeitszimmer bekommt kaum mehr als einen neuen Anstrich, der für Pautschs kleines Reich auf eigenen Wunsch zartviolett ausfällt, und neues Mobiliar. Böden und Treppen in der Pastorenwohnung werden ebenso wie die Innentüren nicht angefasst. Lediglich für die recht kleine Küche am Gemeindesaal fanden die Planer 30 Zentimeter mehr Platz. „Immerhin“, findet Pautsch. Die Einbauküche, bislang ein klappriges Sperrholzmodell, wird erneuert. Der Gemeindesaal mit beinahe schon wieder kultigen Resopaltischen muss vorerst durchhalten.
Eröffnet wird das erneuerte Gemeindehaus im Januar. Nach dem Projektstart im Herbst war der Zieltermin Mitte November nicht zu halten. „Und über Weihnachten wollte ich nicht umziehen“, sagt Pautsch. Leicht war der Übergang nicht: Konfirmandenunterricht findet in der Kirche statt. Die Pautschs selbst leben in ihrer Übergangswohnung seit einem Jahr auf unausgepackten Umzugskisten. „Es sollte ja anfangs nur für drei Monate sein.“



