Neue Lampen lassen Meinerser Kunst erstrahlen
Meinersen Es riecht noch ein wenig nach Farbe im Meinerser Künstlerhaus: Der Ausstellungsbereich im Obergeschoss des Hauses ist frisch renoviert worden.
Decken, Türen und Wände haben einen neuen Anstrich bekommen, Deckenstrahler setzen die ausgestellten Kunstwerke ins rechte Licht.
Das Untergeschoss war bereits zum 20-jährigen Bestehen des Künstlerhauses 2009 renoviert worden. „Hier oben wollte keiner unserer Künstler seine Werke hinstellen oder hinhängen“, sagt der Vorsitzende des Vereins Künstlerhaus, Ernst Posselt.
Das soll sich auch durch die neue Beleuchtung ändern: Weiße Strahler hängen in Schienen an der Decke und verbreiten reinweißes Licht. Dadurch sollen Besucher die Farben der ausgestellten Werke unverfälscht betrachten können. „Künstler wünschen sich immer eine Blackbox: Weiße Wände möglichst ohne Türen und Fenster und farbloses Licht“, sagt Posselt.
Die Strahler mit verstellbaren Klappen seien ein finnisches System. „Und besonders energieeffizient“, sagt Posselt.
Donnerstagnachmittag machten sich Vertreter von Gemeinde, Samtgemeinde, Landkreis und Kuratorium an, was mit dem Geld geschehen ist. Sie habe sich über die Einladung zur Besichtigung gefreut, sagte Landrätin Marion Lau: „Es ist das erste Mal, dass sich jemand von sich aus für Stiftungsgeld bedankt. Sonst müssen wir immer den Termin ausmachen.“
Lau vertrat die Landkreis-Gifhorn-Stiftung, die sechzig Prozent der Kosten übernommen hat: Rund 4000 Euro kamen von der Stiftung, den Rest hat der Verein aus eigener Tasche bezahlt.
Die Mitglieder des Vereins kennen in ihrem Haus noch weitere Baustellen. Posselt: „Wir wollen ein neues Bilderlager bauen und auf dem Boden mehr Stauraum schaffen.
Außerdem stehen im Haushalt der Gemeinde Meinersen derzeit 40 000 Euro für neue Fenster. Das Haus gehört der Gemeinde.
