Viel Energie und tolle Harmonien
Leiferde Glory Gospel Singers gaben mitreißendes Kirchenkonzert in Leiferde mit fünf Stimmen und einem Keyboard
Beim Konzert der Glory Gospel Singers wurde die St.-Viti-Kirche zur Konzerthalle und der Altarraum zur Bühne für die Mitglieder des New Yorker Chors, der immer wieder in anderen Formationen durch Europa tourt.
Fünf Stimmen und ein Keyboard - auf den ersten Blick keine allzu üppige Ausstattung für ein Konzert. Und doch gelang es den Glory Gospel Singers, mit ihrer musikalischen Präsenz von der ersten Sekunde an den Raum auszufüllen. In wallende Gewänder gekleidet, entwickelten sie vor dem Altar eine mitreißende musikalische Show, die neben den christlichen Inhalten auch den Spaß am Gesang ausdrückte.
Dabei waren die Zuhörer, mehrmals zum Mitsingen aufgefordert: Bei leichteren Stücken bezog die Gruppe die ganze Kirche ein. Der Spaß am Gesang wirkte ansteckend, und auch besondere Englischkenntnisse waren nicht erforderlich: Ein zur Melodie wiederholtes „Halleluja“ reichte als Text oft aus.
Die Akteure nahmen dem Publikum durch ihr Vorbild die Scheu mitzugehen und feuerten sich etwa bei Solostücken gegenseitig lautstark zu stimmlichen Höchstleistungen an.
Mit überwältigender Energie wurden Spirituals und Gospelklassiker nicht nur gesungen und getanzt, sondern geradezu zelebriert. Der Chor brachte seinen Glauben an Gott in Liedern und Emotionen kraftvoll zum Ausdruck.
Es war ein atemberaubender Abend voller Gospels und Spirituals, der den Erwartungen des Publikums vollends gerecht zu werden schien. Denn das Talent, ihr Publikum mitzureißen, zum Singen und Tanzen zu bringen, war längst nicht alles, was die Sänger in leuchtendem Blau zu bieten hatten. Besonders wenn sie auf Keyboard-Begleitung verzichteten, brachten sie ihre hervorragenden Stimmen zur Wirkung.
Den Traditional „Kumba yah, my lord“ boten sie mehrstimmig a capella und zogen die Leiferder mit wundervollen Harmonien und exakter, ausdrucksvoller Präsentation in ihren Bann. Schienen sie ganz in ihren Gesang versunken, so nahmen sie gleich darauf wieder den engen Kontakt zum Publikum auf. Fröhliche Lieder wechselten mit intensiv flehenden, modernen Stücken sowie mit Klassikern. Auch das nahende Weihnachtsfest kam bei „I wish you a merry christmas“ nicht zu kurz.

