Viele Gaben für das Bromer Land
Tülau Dutzendfach waren am Wochenende Weihnachtsmänner und Nikoläuse im Bromer Land unterwegs.
Mehr als 200 Geschenke haben die beiden Weihnachtsmann-Vereinigungen aus Parsau und Tülau an Kinder in den Ortschaften verteilt. Die Parsauer halten dabei den Altersrekord: Sie sind im 61. Jahr unterwegs.
130 Pakete in Croya, Kaiserwinkel, Ahnebeck und Parsau haben die 20 ehrenamtlichen Helfer am Samstag und Sonntag per Pferdekutsche und Schlepper verteilt. Gar nicht so einfach bei den Witterungsverhältnissen, schildert Weihnachtsmannpräsident Hans-Heinrich Bartels. „Ein Weihnachtsmann fiel aus – er hatte Schneeräumdienst.“
Dazu wurde noch ein Pony krank. Trotzdem gelang es, alle Pakete, die die Eltern zuvor im Feuerwehrhaus abgegeben hatten, ans Kind zu bringen. Und nur selten kam die Rute zum Einsatz. Der Spendenerlös, den die Weißbärte eingenommen haben, soll nun am 18. Dezember dem Heilpädagogischen Kindergarten im Wolfsburg übergeben werden.
In Tülau stand am Anfang nur eine Schnapsidee, die die Erich Meyer, Otto Kisser und Franz Göth vor nunmehr 38 Jahren hatten. Inzwischen ist es zur Tradition geworden. Seitdem dürfen sich auch hier viele Kinder auf ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk freuen, wenn sich am zweiten Dezembersamstag die Weihnachtsmänner nach Einbruch der Dunkelheit in ihrer leuchtenden und weihnachtlich geschmückten Kutsche von zwei Pferden durch den Ort ziehen lassen.
Inzwischen ist die Organisation in jüngere Hände gelegt, und auch die Pferde sind gewechselt worden. „Im Laufe der Jahre ist der Umschlag auf durchschnittlich 100 Pakete gewachsen“, betont Weihnachtsmann-Helfer und Ortsbrandmeister Horst Leyer.
Ähnlich wie in Parsau liefern vier Gruppen mit einem Weihnachtsmann und drei Helfern die kleinen Gaben aus, die im Laufe des Tages im alten Spritzenhaus von den Eltern oder Großeltern abgegeben wurden.
Natürlich nur, wenn die Kinder auch brav waren – was selbstverständlich meist der Fall ist. Dass die beschenkten Kinder als Beweis für ihre Aufrichtigkeit ein Gedicht aufsagen – oder ein kleines Lied vorsingen, ist dabei obligatorisch.
