Ja zu Ausbau des Bokensdorfer Kirchwegs
Bokensdorf Der Zwist um den Ausbau des Kirchwegs könnte bis kommenden Sommer beigelegt sein.
Der Bokensdorfer Bauausschuss gab grünes Licht für ein Vertragswerk, das auch den Ausbau des unbefestigten Teils der Straße beinhaltet.
Das Gremium stimmte mehrheitlich für einen Erschließungsvertrag zwischen Gemeinde und Naturfreunden als Anlieger. Ein Erschließungsträger soll den bebauten Teil des Weges in Angriff nehmen. Im Vertrag ist verankert, dass die Arbeiten zeitgleich mit dem Ausbau des unbefestigten Teils durch die Gemeinde bis 30. Juni 2013 erfolgen müssen.
„Jetzt ist es an uns, diese Mittel im ersten Quartal 2013 bereitzustellen“, sagte Ausschussvorsitzende Anja Meier. Der Gemeinderat muss der Empfehlung des Fachausschusses noch zustimmen.
Die stellvertretende Bürgermeisterin zeigte sich sehr zufrieden, dass die umfangreiche Tagesordnung durch ergebnisorientierte Zusammenarbeit in harmonischer Atmosphäre unerwartet zügig abgearbeitet werden konnte.
Überwiegend einstimmig fielen die Entscheidungen für die Neufassung der Straßenbausatzung, die Bauleitplanung des Baugebiets „Östlich der K 28“ sowie für Bau- und Änderungsanträge.
Nachträglich stimmte der Ausschuss dem Auftrag an zwei Firmen zu, die Straßenbeleuchtung im Mühlenweg zu reparieren. „Weil Gefahr im Verzuge war, hatte seinerzeit die Verwaltung über die Auftragsvergabe entschieden“, sagte Meier, die von einer schwierigen Ortung der Ursache sprach.
Ebenfalls nachträglich gab es eine Mehrheit für die Auftragsvergaben zur Vollendung der Sportheimsanierung. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freute sich Meier. Eine Einigung gab es ferner bezüglich der diesjährigen Beteiligung der Gemeinde an den Heizkosten des Sportvereins im Sportbetrieb. Der Antrag der Wählergemeinschaft Bokensdorf auf einen Zuschuss von 1000 Euro wurde abgelehnt. Vorher hatte der Sportverein kundgetan, in diesem Jahr die Kosten aufbringen zu können. „Die Höhe eines Zuschusses für 2013 wird ermittelt und in den Haushalt eingearbeitet“, sagte Meier.
Auch die Einführung einer alternativen Geschenkidee für Altersjubilare ab 75 Jahren ab dem kommenden Jahr fand eine Mehrheit. „Sie werden zwischen Präsentkorb und Generationenbaum wählen können“, beschrieb Meier die angedachte Neuerung. Im Frühjahr und im Herbst soll es alljährlich Pflanztage geben.
Zu diesem Zweck soll ein Pflanzplan erstellt werden. „Vorerst ist an den Ersatz alter Bäume gedacht, später könnte eine Allee der Jubilare folgen“, erläuterte Meier weitere Details zur der nachhaltigen Geschenkidee.
Etwa, dass die Bäume Namensplaketten erhalten sollen und die Jubilare über die Baumart entscheiden dürfen.

