Frisch und munter ins neue Jahr in Gifhorn – ohne Kater
Gifhorn Heute Abend wird ins neue Jahr gefeiert – mit oder ohne Alkohol.
Alkohol spielt wie übrigens die Knallerei eine gewisse, für viele eine große, für andere eine untergeordnete Rolle. Nachdem die Rundschau am Sonnabend die Vorschriften für Jugendliche beim Alkoholkonsum erläutert hat, fragten wir jetzt beim Apotheker, beim Verkehrsexperten und bei einigen Gifhornern in der Fußgängerzone nach, was sie vor, während und nach dem Alkoholgenuss empfehlen.
Am Neujahrsmorgen folgt für einige das böse Erwachen, wenn sich nach der feuchtfröhlichen Nacht der Kater mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel bemerkbar macht. „Wer jedoch einfache Tipps beachtet, kann den Kater in Schach halten und mit einem frischen Kopf in das neue Jahr starten“, meint Apotheker Thorsten Stoye.
Bei unserer Umfrage verkündete beispielsweise Ramona Moldawan (31), die auf dem Weihnachtsmarkt Mandeln und kandierte Äpfel verkaufte, dass sie lediglich ein Gläschen Wein trinken möchte. Auch hat sich David Stroh (49) aus Müden vorgenommen, es bei zwei bis drei Gläsern Wein zu belassen. „Einen Kater an Neujahr kann ich mit kleinen Kindern nicht gebrauchen“, erzählt er schmunzelnd.
Die Gifhorner Denise Richter (20) und Thomas Mensch (20) wollen mit Freunden einen schönen Jahreswechsel mit Sekt und Mischgetränken wie Cola mit Jägermeister feiern. „Was wir an Silvester essen, wissen wir noch gar nicht“, sagen sie. An Neujahr könnte ein Rollmops den möglichen Kater lindern helfen. „Ich trinke mindest einen halben Liter Wasser, bevor ich ins Bett gehe“, lautet der Tipp von Thomas Mensch.
Grundsätzlich gelte laut Apotheker Stoye auch an Silvester, umso weniger Alkohol desto besser. „Wer dennoch das eine oder andere Glas Alkohol mehr trinkt, sollte darauf achten, vorher gut und ausnahmsweise fettreich zu essen. Fettreiche Nahrung sorgt dafür, dass der Alkohol nicht so schnell in den Blutkreislauf gerät. Daher kann es auch sinnvoll sein, zwischendurch immer mal wieder zu Knabbereien zu greifen.“
Vorsicht sei besonders bei Cocktails und anderen mit Zucker versetzten alkoholischen Getränken geboten. Stoye: „Diese bergen die Gefahr, dass schnell mehr getrunken wird als eigentlich gewollt, da der Zucker den Alkoholgeschmack überdeckt.“
Wer am Neujahrsmorgen trotzdem unter den Folgen des Alkohols leidet, sollte vor allem viel Wasser trinken. Ein ausgiebiges Frühstück könne zudem den Mineralstoffhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Gegen Kopfschmerzen würden anstelle von Tabletten oft frische Luft und Bewegung helfen.
Der Verkehrsclub ADAC warnt davor, am Neujahrsmorgen selbst ein Fahrzeug zu lenken. Der Körper baue nur etwa 0,1 Promille Alkohol pro Stunde ab. Mit sogenannten „Promillekillern“ sollte man vorsichtig sein. Tabletten beschleunigten den Alkoholabbau keineswegs, vielmehr könnten sie Übelkeit und Durchfall auslösen, heißt es.
