Fakirshow und flinke Finger zum Finale in Gifhorn
Gifhorn Finale nach Maß auf der Bühne des Gifhorners Weihnachtsmarkts.
Am Sonntag standen die Besucher Schlange, um sich im Minutentakt von Schnellzeichner Stefan Wirkus mit seinen flinken Fingern aufs Papier bannen zu lassen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen – von „Einfach Klasse!“ bis „Noch ein schönes individuelles Geschenk für mich !“ reichte das Lob.
Auch Stefan Blanke aus Müden ließ sich porträtieren und war begeistert: „Sieht spitzenmäßig aus!“ Der Müdener hat selbst kreative Hobbys, wie er dem Zeichner verriet. „Aber das ist wirklich nur für den Haugebrauch.“ Zur Sitzung im Schnellzeichenatelier kam es spontan: „Wir wollten eigentlich schon nach Hause, aber meine Frau meinte: Das wolltest du doch schon immer mal. Also habe ich mitgemacht – und es hat sich echt gelohnt.“ Gern hätte er Stefan Wirkus noch als Dank mit einem Glühwein versorgt – aber der Künstler und Karikaturist aus Heuerßen, der in diesem Jahr von der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Cartoonpreis ausgezeichnet wurde, hatte noch zu viele Modelle in der Warteschlange.
Am Abend zuvor bereitete die Artistenfamilie Frank aus Wolfsburg dem Weihnachtsmarkt ein feuriges Finale. Die Fakir- und Feuershow mit „Ramagani & Salima“ zog das Publikum schnell in ihren Bann. Vor allem die erst dreijährige Lara Frank, die als echtes Artistenkind zeigte, dass sie keine Angst vor Schlangen hat und schon eine richtige Akrobatin ist, heimste immer wieder lauten Beifall ein.
Bill Frank heizte mit seinen Flammen tüchtig ein und schickte eine meterhohe Feuersäule in den Nachthimmel: „Aber macht das nicht zu Hause nach!“ riet er den Kindern in der ersten Reihe. Das galt auch für seine Fakirnummer: Auf Glasscherben liegend, ließ er gleich vier Männer aus dem Publikum auf seinen Rücken steigen.

