Sperrung der A2 Richtung Hannover ist aufgehoben

Braunschweig  Nach zwei Unfällen auf der A2 war die Autobahn zwischen Braunschweig-Ost und Braunschweig-Nord bis Dienstag 8 Uhr gesperrt. Um 23 Uhr war der Stau immer noch fünf Kilometer lang.

Nach git 24 Stunden Vollsperrung der Fahrspur in RIchtung Hannover ist die Autobahn 2 am Dienstagmorgen wieder frei.

Mehrere Unfälle hatten zuvor in der Nacht zu Montag für Verletzte und rund eine Million Euro Sachschaden auf der Autobahn 2 am Kreuz Braunschweig Nord, Fahrtrichtung Hannover, gesorgt. Die Strecke war ab der Anschlussstelle BS-Ost bis zum Kreuz BS-Nord wegen der Aufräumarbeiten voll gesperrt. Die Anschlussstelle Braunschweig-Flughafen war ebenfalls teilweise gesperrt, einAuffahren in Richtung Hannover nicht möglich.

Wie die Feuerwehr mitteilt, waren am Autobahnkreuz Nord zwei PKW mit einem LKW kollidiert. Alle vier Insassen des Lkw und der beiden Pkw konnten ihre Fahrzeuge selbstständig verlassen, wurden vom Rettungsdienst versorgt und anschließend in Krankenhäuser verteilt. Der Kraftstofftank des Lkw wurde bei dem Unfall beschädigt, Dieselkraftstoff wurde in größeren Mengen aufgenommen. Die Polizei berichtet, dass rund 700 Liter Kraftstoff ausgelaufen seien. Grund für den Unfall sei ein Hustanfall des LKW-Fahrers gewesen. Der Sattelzug kam deswegen von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Lärmschutzwand, schleuderte dann zurück und kam quer über alle drei Fahrstreifen zum Stehen. Zwei PKW kollidierten daraufhin mit dem verunglückten Sattelzug.

Etwa 500 Meter dahinter bemerkte ein LKW-Fahrer den Stau, der sich mittlerweile gebildet hatte, zu spät und fuhr laut Polizei nahezu ungebremst auf einen weiteren Sattelzug auf. Beide LKW wurden schleuderten gegen die Lärmschutzwand, an der zusätzlicher erheblicher Schaden entstand. Die beiden LKW-Fahrer und ein Beifahrer werden leicht verletzt. Zwei eingeklemmte Personen wurden laut Feuerwehr noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte von vorbeikommenden Bundeswehrsoldaten befreit. Der Rettungsdienst versorgte alle Verletzten beider Unfälle und brachte sie in Klinken nach Braunschweig, Peine und Wolfenbüttel. Der Alarm ging bei der Feuerwehr gegen 3:15 Uhr ein.

Trotz der frühen Morgenstunden gestaltete sich die Anfahrt der Feuerwehr schwierig, da die Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse bildeten. Einsatzleiter Torge Malchau: „An einigen Stellen standen im Rückstau vier Sattelzüge nebeneinander, ein Durchkommen war mit unseren Großfahrzeugen nur im Schritttempo mit teilweisem Stillstand möglich.“ Malchau appelliert an die Fahrzeugführer, die Rettungsgasse immer freizuhalten, da das mühsame „Durchkämpfen“ im Rückstau wertvolle Zeit koste.

Die Kraftstofftanks der Lkw wurden beschädigt. Die Feuerwehr fing die auslaufenden Kraftstoffe auf und pumpte Reste aus beschädigten Tanks ab. An den Fahrzeugen, der Ladung und den Lärmschutzwänden entstand laut Feuerwehr erheblicher Sachschaden. Außerdem gelangte eine große Menge Dieselkraftstoff über die Straßenentwässerung in ein unterhalb der Autobahn gelegenes Regenrückhaltebecken. Die Berufsfeuerwehr der Stadt Braunschweig ist hier zusammen mit der Unteren Wasserbehörde im Einsatz.

Wegen des Ausweichverkehrs kommt es auch im Braunschweiger Stadtgebiet und auf den Ausfallstraßen zu teils erheblichen Staus. Im Einsatz waren in der Nacht der Rüstzug der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Wenden sowie zahlreiche Rettungswagen und ein Notarzt. eng

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