Sparkassen in der Region schließen Filialen

Braunschweig  Die Sparkassen Braunschweig und Gifhorn-Wolfsburg machen 15 Geschäftsstellen dicht. 20 werden in Automaten-Stationen umgewandelt. Braunschweig streicht 125 Stellen.

So wie hier am Technologiezentrum Gifhorn sieht ein Sparkassen-SB-Standort aus.

Foto: Stricker

So wie hier am Technologiezentrum Gifhorn sieht ein Sparkassen-SB-Standort aus. Foto: Stricker

Die Sparkassen-Landschaft in unserer Region verändert sich. Die Braunschweigische Landessparkasse schließt 12 von 103 Standorten, die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg 3 von 56. Außerdem werden in Summe 20 Filialen zu Automaten-Standorten abgerüstet.

„Wir vollziehen den Stellenabbau bis Ende 2015 ohne Kündigungen.“
Christoph Schulz, Vorstandschef der Braunschweigischen Landessparkasse

In einigen Fällen werden bei der Braunschweigischen Landessparkasse mehrere Filialen in einer neuen gebündelt. Die neuen Standorte stehen allerdings noch nicht fest. Zugleich verstärkt die Landessparkasse ihre Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Versicherung Braunschweig. Bislang betrieben beide Unternehmen drei gemeinsame Geschäftsstellen, künftig werden es zwölf sein.

Der Umbau bleibt bei der Braunschweigischen Landessparkasse nicht ohne Folgen für die Arbeitsplätze. Das Unternehmen baut 125 seiner 830 Stellen ab. Christoph Schulz, Vorstandschef der Landessparkasse, sagte unserer Zeitung: „Wir vollziehen den Stellenabbau bis Ende 2015 ohne Kündigungen. Stattdessen nutzen wir die Fluktuation im Unternehmen sowie freiwillige Vorruhestandsregelungen.“ Die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg will dagegen ihr Personal halten.

Beide Unternehmen verteidigen ihren Umbau mit ähnlichen Argumenten. So verändere sich beispielsweise das Kundenverhalten durch die intensivere Nutzung des Internets. Folge: Die Filialen würden daher immer weniger frequentiert. Zudem wirkt sich der demografische Wandel nach Angaben Schulz‘ immer stärker aus. Das mache sich insbesondere in ländlichen Gebieten bemerkbar.

„Wir stellen uns auf die Anforderungen und Rahmenbedingungen ein, die sich in den vergangenen Jahren zum Teil erheblich geändert haben“, sagte Gerhard Döpkens, Vorstandschef der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg. Schulz sagte: „Wir wollen und müssen handeln, weil wir das noch aus einer Position der Stärke tun können. Diese Position wollen wir festigen.“

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