«Occupy Wall Street» sammelt Geld für hoch Verschuldete

New York  Mit einer Benefiz-Gala in New York hat die «Occupy Wall Street»-Bewegung mehr als 250 000 Dollar (etwa 200 000 Euro) für hoch verschuldete Menschen gesammelt.

Aktivisten der Bewegung «Occupy Wall Street».

Foto: Christina Horsten/Archiv

Aktivisten der Bewegung «Occupy Wall Street». Foto: Christina Horsten/Archiv

Das Geld solle benutzt werden, um aus Arztrechnungen und Krankenhausaufenthalten entstandene Schulden von unzureichend krankenversicherten US-Bürgern aufzukaufen, teilte die Bewegung bei der rund dreistündigen Veranstaltung am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Weil sich diese Schulden teils schon sehr lange angehäuft und professionelle Schuldeneintreiber nicht mehr damit gerechnet hätten, das Geld zurückzubekommen, könnten für 250 000 Dollar Schulden im Wert von etwa fünf Millionen Dollar erworben und dann erlassen werden. Die Gala in einem New Yorker Club, bei der unter anderem Bands, Zauberer und Komiker auftraten, wurde live im Internet übertragen.

In den USA sammeln viele Menschen aufgrund hoher Studiengebühren oder weil sie unzureichend krankenversichert sind große Schuldenberge an, auf denen gerade Menschen mit schlechter bezahlten Jobs dann häufig ihr ganzes Leben lang sitzen bleiben. Anhänger der Protestbewegung «Occupy Wall Street», die vor rund einem Jahr aus New York auf den Rest der USA und viele Länder der Welt überschwappte, kritisieren, dass Politik und Banken die Menschen in die Schulden treiben. (dpa)

Informationen von «Occupy Wall Street» zu «The People's Bailout»

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