Obama und Romney beginnen Wahlkampf-Marathon

Washington  Nach dem Ende der TV-Debatten stürzen sich US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney in hektische Wahlkampf-Reisen. Angesichts knapper Umfragen suchen sie durch fieberhaften Einsatz in den alles entscheidenden Swing-States eine Entscheidung zu erzwingen.

Das Rennen konzentriert sich immer mehr auf die etwa zehn «Wechsel-Staaten», in denen Demokraten und Republikaner eine Chance haben.

Foto: Erik S. Lesser

Das Rennen konzentriert sich immer mehr auf die etwa zehn «Wechsel-Staaten», in denen Demokraten und Republikaner eine Chance haben. Foto: Erik S. Lesser

Neuste Umfragen bekräftigen: Das Rennen könnte knapper nicht sein. Obama tritt allein an diesem Mittwoch in vier Bundesstaaten auf: In Iowa, Colorado, Kalifornien und Nevada. «Ich möchte, dass Ihr mir helft, den Job zu beenden», bat er seine Anhänger am Dienstag. Er werde in einer zweiten Amtszeit die Mittelschicht verteidigen. Seinem Gegner hielt er erneut vor, er leide an «Romnesia» - da er seine politischen Positionen je Bedarf anpasse. Romney konterte, Obama besitze nicht einmal ein klares Programm für eine zweite Amtszeit.

Einer neuen Umfrage der «Washington Post» und des TV-Senders ABC zufolge würden sich derzeit 49 Prozent der wahrscheinlichen Wähler für den Republikaner Romney entscheiden. 48 Prozent derjenigen, die am 6. November vermutlich zur Urne gehen, würden den Demokraten Obama wählen.

Das Rennen konzentriert sich immer mehr auf die etwa zehn «Wechsel-Staaten», in denen Demokraten und Republikaner eine Chance haben. In allen anderen 40 Staaten steht aller Erfahrung nach bereits fest, das entweder Obama oder Romney die Nase vorn haben werden. Die wichtigstens Swing-States sind Ohio, Florida sowie Wisconsin und Virginia.

Unterdessen gehen bereits Spekulationen um, dass die Wahl am 6. November derart knapp werden könnte, dass keiner der beiden Kandidaten die notwendigen 270 Wahlmänner gewinnt. Ein solches Patt wäre ein Alptraum. Eine wochenlange Hängepartie wäre die Folge. In diesem Fall müsste das ebenfalls am 6. November neu gewählte Repräsentantenhaus im Januar entscheiden, in dem vermutlich die Republikaner erneut die Mehrheit halten werden. (dpa)

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