Brot statt Böller – „Frauen waren nie richtig für Knaller“

Vechelde  „Brot statt Böller“: Ist diese Ansage immer noch – oder schon wieder – von Bedeutung?

Unsere Zeitung fragte bei der Silvesterfeier im Vechelder Bürgerzentrum nach, wie es die Besucher in diesem Jahr mit den Böllern gehalten haben.

• Thomas Oppermann, 48 Jahre, aus Vechelde:

„Die Kinder hatten ein Limit von zehn Euro, sie durften sich quasi eine bunte Tüte kaufen. Es macht ihnen Spaß, es wird doch erst dann gefährlich, wenn ich es ihnen verbieten würde.“

• Hubert Göhlich (57) aus Vechelde und Inge Roffmann (56) aus Oberg sagen: „Wir haben keine Böller gekauft. Aber es gehört zu unserer Kultur dazu. Wir für uns können sagen, dass die harten Zeiten hinter uns liegen. Wir haben keine Angst vor der Zukunft.“

• Gabriela Schicke (51) aus Vechelde und Annette Bartels (53) aus Timmerlah.: „Frauen waren nie richtig für Böller, die Knaller kosten Geld und können gefährlich werden. Wir lassen lieber Sektkorken knallen.“

• Klaus Schröder (55), aus Zweidorf: „Ich für meinen Teil bin sparsamer geworden. Es sind einfach andere Sachen wichtiger – zum Beispiel, dass es uns gutgeht.“

• Detlev Rischbieter (54) aus Wedtlenstedt versichert: „Ich habe seit Jahren keine Böller mehr gekauft. Es tut mir leid um das Geld. Ich kaufe stattdessen lieber einmal etwas beispielsweise in Blindenwerkstätten. Ein Feuerwerk ist schön anzusehen, man darf ja nicht vergessen, dass ein ganzer Industriezweig daran hängt. Das Feuerwerk in Hongkong aber ist unvergleichlich.“

• Carola Hahne (52) aus Hildesheim: „Ich habe noch nie Böller gekauft, ich finde das überflüssig. Dafür ist mir das Geld zu schade.“

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