Wie entfliehe ich dem Kommandoton der Frauen?

Bodenstedt  Bodenstedter Theatergruppe brachte den Schwank „Die Aussteiger“ auf die Bühne. Für die Aufführung am Freitag gibt es noch Restplätze.

Die „Aussteiger“ Stefan Neubert (links) und Nachbar Jan Funke halten sich in dem Bunker versteckt.

Foto: Udo Starke

Die „Aussteiger“ Stefan Neubert (links) und Nachbar Jan Funke halten sich in dem Bunker versteckt. Foto: Udo Starke

Wie entkommt man der nörgelnden Ehefrau oder der meckernden Mutter? In dem Stück „Die Aussteiger“ gibt der Autor Günter Braunschweig die Antwort.

Mit dem Schwank aus seiner Feder bringt der 75-Jährige ein munteres und humorvolles Theaterstück auf die Bühne im Bodenstedter Dorfgemeinschaftshaus (DGH), das den Zuschauern gefällt. Da macht es nichts, dass die Komödie bereits vor zehn Jahren aufgeführt worden war.

„Wir müssen nach all den Jahren Bühnenarbeit mit der Bodenstedter Theatergruppe kaum noch Aushänge vorbereiten, um die Leute aufmerksam zu machen. Das läuft inzwischen alles über Mundpropaganda. Wichtig ist nur, dass wir Platzreservierungen vornehmen müssen – wegen der Kapazität“, erklärt Braunschweig. Vorrangig sollen die Bürger einen lustigen Abend verbringen und Abstand vom Alltag gewinnen. Und, wie man es von Braunschweig gewohnt ist, konnten die Zuschauer erneut schmunzeln und sich über seine humorvollen spritzigen Ideen freuen, die sich stets mit dem Dorfleben beschäftigen – ein unterhaltsames Stück mit sehr viel Lokalkolorit. „Die Leute sollen sich wiedererkennen“, erklärt der Ortsheimatpfleger.

Dieses Mal dreht sich alles um das Thema „Wie entfliehe ich starken Frauen, die mir das Leben schwermachen?“ Denn die „Aussteiger“ leiden unter dem ständigen Kommandoton und stehen zu Hause unter dem Pantoffel. Sie wollen nicht länger als Befehlsempfänger dastehen. „Hacke Holz, beeile dich, bringe Äpfel mit, schmiere die Waage“, so lauten die Anweisungen in den eigenen vier Wänden. Das Motto der Frauen: „Papperlapapp, du machst, was ich sage. Bei uns werden die Männer kurz und an der Leine gehalten.“

Nach einem Treffen im Wirtshaus beschließen die beiden Männer: „Da muss was passieren.“ Sie verschwinden von der Bildfläche. Fortan tun sich die Frauen schwer mit dem Fahrradflicken oder dem Schärfen der Sense. Nach zweiwöchigem Ausstieg aus dem Familienleben spürt die Tochter schließlich ihren Vater auf und überredet ihn, doch wieder heimzukehren. Der lässt sich breitschlagen, knüpft aber die Rückkehr an zahlreiche Bedingungen.

Für die Aufführung am Freitag ab 20 Uhr im DGH gibt es noch Restplätze.

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