Zu Weihnachten Zweige vom Mango- oder Litschibaum

Lengede  Pastor Georg Velooparampil erzählte in Lengede, wie in seiner indischen Heimat das Weihnachtsfest gefeiert wird.

Pastor Georg Velooparampil bei seinem Vortrag vor der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) im Lengeder Gemeindezentrum.

Foto: Kramer

Pastor Georg Velooparampil bei seinem Vortrag vor der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) im Lengeder Gemeindezentrum. Foto: Kramer

Die Adventsfeier der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) im Lengeder Gemeindezentrum war diesmal vom Bericht des asiatischen Geistlichen, Pastor Georg Velooparampil, über Weihnachtsbräuche in Indien geprägt.

In Kerala, der südindischen Heimat von Georg Velooparampil schmückten Jugendliche wenige Tage vor Weihnachten einen Wagen mit dem Christbaum, einer Krippe mit lebenden Figuren, Sternen und bunten Lichtern. Abends führen sie in die Nachbarorte, sängen dort indische Weihnachtslieder und Mädchengruppen tanzten auf den Straßen. Dabei verteilten sie an die versammelte Gemeinde Weihnachtssprüche und Süßigkeiten. Jedes Jahr neue Ideen einzubringen, sei Aufgabe der Jugend.

„Der Christbaum gehört nicht zum indischen Fest, sondern grüne Zweige vom Mango- oder Litschibaum, und es gibt zwar Geschenke, aber nicht so große wie in Deutschland“, betonte der lächelnde Pastor. Wichtig seien an Weihnachten Wünsche und Gebete füreinander.

Am ersten Weihnachtsfeiertag gebe es in den Familien ein Festessen und man besuche mit Geschenken Verwandte, Nachbarn und Freunde. Abends würden sich die Familien wieder in der Kirche treffen, wo der Pfarrer die Jesuskind-Figuren segne. Man gehe dann mit den Figuren bis zum frühen Morgen singend durch den Ort.

„Bisher habe ich nur in Weihnachtsliedern vom Winterwetter in Europa gehört. Jetzt erlebe ich selbst Kälte und Schnee in der Weihnachtsnacht“, sagte Pastor Georg Velooparampil. mik

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort