Ein Naturlehrpfad für Grundschüler

Plockhorst  Die Grundschule Plockhorst ist eine von zwölf Schulen, die unter 100 Bewerbern für eine Kooperation mit der Autostadt ausgewählt wurde.

Eine blaue Plakette (hinten, Mitte) wird als Symbol der Zusammenarbeit zwischen der Grundschule Plockhorst und der Autostadt Wolfsburg am Schulgebäude angebracht.

Foto: Katharina Pahl

Eine blaue Plakette (hinten, Mitte) wird als Symbol der Zusammenarbeit zwischen der Grundschule Plockhorst und der Autostadt Wolfsburg am Schulgebäude angebracht. Foto: Katharina Pahl

Welche Vögel essen Fische, welche verspeisen lieber Pflanzen? Wie sieht der See in 20 Jahren aus? Und was befindet sich da im Wasser? Die Projektvorstellung „Ausweisung eines Naturlehrpfades am Kiessee zwischen Plockhorst und Eickenrode“ wurde für die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Plockhorst zu einer kleinen Unterrichtsstunde.

Ortsheimatpflegerin Silke Freund und Schulleiterin Susanne Rauterberg stellten gestern das geplante Projekt den älteren Schülern, Norbert Ahlers von der Gemeinde Edemissen und Vertretern der Autostadt Wolfsburg in verschiedenen Schritten vor: Auf Bildern präsentierten sie den See mit seiner Flora und Fauna, zeigten Hinweistafeln und Symbole. „Wir wollen uns die Frage stellen, wie ein solcher Kiessee überhaupt entsteht“, erklärte Freund – vor 20 Jahren war der heutige Teich entstanden, ein neuer wird zurzeit ausgehoben. „Und wie alt seid ihr, wenn dieser mal so aussieht wie der jetzige?“, fragte die Ortsheimatpflegerin, die ebenfalls als Schul-Sekretärin tätig ist. „So 30 Jahre alt“, kam da als Antwort.

Bei Spaziergängen rund um den See wolle man die Vögel beobachten, eine Wasserprobe nehmen und erforschen, wie sich der Teich im Laufe der Zeit verändert. Nach einem eingespielten Video will Freund von den Kindern wissen, welche Tiere zu sehen waren – die Schüler blicken sie ratlos an. „Na, dann lohnt sich das Erforschen ja“, stellt die Ortsheimatpflegerin schmunzelnd fest und klärt schließlich auf: „Es handelte sich um eine Nilgans.“

Darüber hinaus plant die Einrichtung eine Schatzsuche: Das bei Kindern und Jugendlichen im Trend liegende Geo-Caching, übersetzt GPS-Schnitzeljagd, stellten zwei Schüler vor. Auch am See gebe es bereits versteckte Kisten. Die Schule plane, so Freund, ebenfalls einen Schatz dort zu verstecken. „Für müssen uns im Internet auf einer bestimmten Seite dann registrieren und sind schließlich Besitzer. Und wir können beobachten, wer den Schatz gesucht und gefunden hat.“ Ja, diese Idee kam bei den Kindern gut an: Aufgeregt nickten einige mit dem Kopf, rieben sich die Hände.

Das Projekt begleiten wird neben dem Fischereiverein Peine und Umgebung sowie der Peiner Bio AG die Wolfsburger Autostadt – aus rund 100 Projektideen aus ganz Norddeutschland wählten die Verantwortlichen 12 Schulen aus, unter anderem die Plockhorster. Ein Filmteam wird die Schüler somit begleiten, zum Abschluss wird es eine Veranstaltung mit allen teilnehmenden Schulen geben.

„In einem großen Film werden alle Projekte präsentiert“, erklärte Cord Völkening, der gemeinsam mit seiner Kollegin Elena Lührs für die Projektbetreuung „Inszenierte Bildung“ zuständig ist. Völkening berichtete von den Gemeinsamkeiten der Autostadt und der Idee der Grundschule. „Hier ist ja geplant, die Bürger mit Hinweisschildern am See zu informieren – und auch bei uns können die Besucher auf Entdeckertour gehen.“

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