Coro Castelcampo sang beim Kirchenkonzert mit den Zuhörern

Ilsede  Beim Auftritt in der St.-Bernward Kirche brachte der italienische Männerchor Lieder voller Pathos und Hingabe zu Gehör.

Der Trentiner Chor „Coro Castelcampo“ mit „La Montanara“ in vollster Harmonie hinter dem Altar der St-Bernward-Kirche.

Der Trentiner Chor „Coro Castelcampo“ mit „La Montanara“ in vollster Harmonie hinter dem Altar der St-Bernward-Kirche.

Einer der berühmtesten Männerchöre aus dem italienischen Trentino hat sich jetzt in Groß Ilsede die Ehre gegeben: In der fast ausverkauften St.-Bernward Kirche lud der „Coro Castelcampo“, der auch unter dem Namen „Montanara-Chor“ auftritt, zum Konzert. Hans Werner Döring vom Freundeskreis Asse-Ilsede-Luckau freute sich über den erneuten Auftritt des Chores, der schon 2004 und 2008 eindrucksvolle Konzerte präsentiert hatte.

Sehr stimmungsvoll war das Programm angelegt, das mit italienischen und internationalen Volks- und Weihnachtsliedern festliche Atmosphäre verbreitete. Die Stimmen der 30 Sänger haben diesen klaren und warmen Klang, der so typisch ist für die Berggegend, aus der der Chor kommt. Gewaltige Klänge ließen das Kirchenschiff schwingen.

Das Publikum war von der ersten Sekunde an ergriffen und begeistert. Viele Lieder erzählten die Geschichte der italienischen Region, bis hin nach Serbien. Voller Pathos und Hingabe sang der Chor Titel wie „Meine Freunde“, „Die Hirten“ und „Es lebe die Erde“.

Auch die Liebeslieder, mit zum Teil Kriegserinnerungen vergangener Tage, appellierten an die Seele, so bei „Meine Geliebte wartet auf mich“ oder „In den Karpaten“. Sodann wechselte die programmatische Grundstimmung, hin zu Liedern der Berge, wie „Weiße Blüten“ oder „Bergvagabunden sind wir“. Im raschen Tarantella-Rhythmus erklang „Spinne, spinne“.

Ein Highlight war das deutsche Volkslied in der bekanntesten und populärsten Bearbeitung der Schubert'schen Vertonung von Friedrich Silcher „Am Brunnen vor dem Tore“ – die Zuhörer waren begeistert.

Der Applaus wollte nicht enden und Zugaben waren der Dank. So erklangen Höhepunkte des Repertoires wie der „Gefangenenchor“ aus Verdis Oper „Nabucco“ und das Markenzeichen des Coro Castelcampo-Repertoires „La Montanara“. Auch danach war an ein Ende nicht zu denken und der Chor sang gemeinsam mit den Zuhörern Weihnachten einläutend „Stille Nacht, Heilige Nacht“ – in voller Harmonie.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort