Einbrecher verwüsteten Häuser im Landkreis

Peine  Häuser in Wehnsen, Vechelde, Groß und Klein Ilsede waren am Donnerstag das Ziel von Einbrechern. Die Polizei sucht in allen Fällen Zeugen.

Die Täter drangen in vielen Fällen durch die Terrassentür ein. Das Symbolfoto zeigt einen Mann, der über die Terrasse in ein Haus einsteigt.

Foto: dpa

Die Täter drangen in vielen Fällen durch die Terrassentür ein. Das Symbolfoto zeigt einen Mann, der über die Terrasse in ein Haus einsteigt. Foto: dpa

Aufgebrochene Terrassentüren, verwüstete Räume – das haben am Donnerstag einige Hausbesitzer vorgefunden, als sie nach Hause kamen. Sechs Einbrüche hielten die Polizei im Landkreis Peine an diesem Tag in Atem.

Um 15.20 Uhr werden die Polizisten zum ersten Mal gerufen. In der Straße Am Horstfeld in Wehnsen steht die Terrassentür offen, als die Besitzer nach Hause kommen. „Die Tür ist aufgehebelt worden, das Haus wurde komplett durchwühlt“, berichtet Günter Müller, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Peine. Das gleiche Bild bietet sich Hausbesitzern einige Straßen weiter im Wehnserhorst. Die Polizisten wurden hier gegen 17.50 alarmiert. In beiden Fällen kommt die spezialisierte Tatortaufnahme aus Salzgitter hinzu. Sie sichert Spuren.

Wie auch in den folgenden Fällen. Um 18.55 Uhr wird die Polizei in die Fasanenstraße nach Groß Ilsede gerufen, zirka eine halbe Stunde später in die Breughelstraße nach Klein Ilsede und in die Liebermannstraße nach Vechelde. Um 19.50 Uhr dann der sechste Ruf zu einem Einbruch in der Weberstraße in Vechelde. Auch in diesem Reihenhaus brachen die Täter eine Terrassentür auf. Über die Schadenshöhe ist derzeit noch nichts bekannt, die Polizei ermittelt.

Zwischen den Taten in Wehnsen bestehe höchstwahrscheinlich ein Zusammenhang, sagte Müller. Auszuschließen sei zudem nicht, dass die gleichen Täter auch in Ilsede und Vechelde unterwegs waren. „Die Erfahrungen zeigen, dass Täter nach ein bis zwei Einbrüchen den Ort wechseln, um das Risiko, entdeckt zu werden, zu verringern.“

Gerade in der dunklen Jahreszeit häuften sich Einbruchsfälle. „Dunkelheit bietet Einbrechern Schutz. Zudem können sie durch brennendes Licht leicht feststellen, ob jemand zu Hause ist.“

Das Licht bei Abwesenheit eingeschaltet zu lassen, biete jedoch wenig Schutz: „Wenn die Täter klingeln und sich niemand meldet, gehen sie trotzdem rein.“ Dass Täter nachts zuschlagen, sei die Ausnahme. Tagsüber seien viele unterwegs, die Täter fielen weniger auf. „Wenn beispielsweise am Tag eine Scheibe zersplittert, denken die Leute, dass es rechtmäßig geschieht.“

Einbrüche in Serie seien die Regel. „Es handelt sich oft um reisende Täter. Das zeigen die Erfahrungen nach Festnahmen.“ Diese seien seit den Möglichkeiten der DNA-Analyse häufiger geworden. Häufig lasse sich bei einer Festnahme gleich eine ganze Reihe von Straftaten aufklären.

Die Polizei bittet Zeugen in allen Fällen, sich unter der Telefonnummer (0 51 71) 99 90 zu melden.

Service:

Schutz vor Einbrechern

Tipps für ein sicheres Zuhause gibt die Polizei: Zum Schutz vor Einbrüchen im Internet auf der Seite www.k-einbruch.de, zu diesen und anderen Themen auch unter www.polizei-beratung.de.

Eine persönliche Beratung bietet die Polizei Salzgitter auch für Peine an. Kriminalhauptkommissar Bernd Neidhart sieht sich dabei Ihr Haus/Ihre Wohnung an und gibt neutral und kostenfrei Tipps zu Sicherheitsmaßnahmen. Termine können telefonisch unter der Nummer (0 53 41) 1 89 71 09 vereinbart werden.

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