Von der Uni in Sevilla ans Peiner Ratsgymnasium

Peine  Die spanische Studentin Robledo Regife hilft im Spanischunterricht am Peiner Ratsgymnasium. Nach ihrem Stipendium will sie in Deutschland bleiben.

Spanischunterricht mit einer Muttersprachlerin am Ratsgymnasium: Studentin Robledo Regife ist als Fremdsprachenassistentin an der Schule.

Foto: Dase

Spanischunterricht mit einer Muttersprachlerin am Ratsgymnasium: Studentin Robledo Regife ist als Fremdsprachenassistentin an der Schule. Foto: Dase

In ihrer Heimatstadt Sevilla studiert Robledo Regife Deutsch und Englisch – am Peiner Ratsgymnasium unterstützt die 22-jährige Spanierin seit September über ein Stipendium allerdings in ihrer Muttersprache den Spanischunterricht.

Eine große Erleichterung für Spanischlehrerin Hanna Schofeld. „Die Spanischklassen sind sehr groß, zu zweit haben wir mehr Zeit für den Einzelnen.“ Während die junge Lehrerin die fremde Grammatik erklärt und auf Deutsch Hilfestellungen gibt, üben die Schüler von der sechsten Klasse bis zur Oberstufe mit der Spanierin vor allem zu Sprechen. „Es ist eine authentische Sprachsituation, von der die Schüler profitieren“, glaubt Hanna Schofeld. „Da ist jemand, der Spanisch als Muttersprache spricht, das motiviert die Schüler auch selbst drauflos zu reden.“

Doch nicht nur die Schüler am Ratsgymnasium lernen von der spanischen Studentin – Robledo Regife profitiert auch vom Unterrichtsgespräch mit den Schülern: „Manchmal reden wir auch Deutsch, das ist bei mir schon viel flüssiger geworden.“ Kleine Patzer kämen bei der jungen Kollegin genauso vor, wie bei den Schülern, sagt Hanna Schofeld – und das sei gut so, denn: „Es ist ganz normal, Fehler zu machen, wenn man etwas lernt.“

Auch wenn ihr Stipendium als Fremdsprachenassistentin am Ratsgymnasium im Mai nächsten Jahres endet sehe sie ihre berufliche Zukunft in Deutschland, sagt die
22-jährige Spanierin. „Ich möchte ein paar Jahre hier bleiben, um mein Deutsch zu perfektionieren.“ Auch der hohe Arbeitslosenanteil unter jungen Menschen in ihrem Heimatland bestärke sie in ihrem Wunsch, in Deutschland zu arbeiten. „Sogar die Dozenten an meiner Uni in Sevilla haben Angst um ihren Job und müssen mehr arbeiten, für weniger Geld. Das macht mir Druck“, sagt Robledo Regife.

Umso stolzer ist sie auf ihr Stipendium am Ratsgymnasium: „Da ich Deutsch kann, macht das beruflich vieles einfacher für mich.“

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